Körpertherapie
Herzensweite
bewegende Stille… ein heilsamer Prozess zu mehr Präsenz, Weite, Klarheit, Ruhe und Fluss…
Im Kontext der Bibel steht das Herz nicht für ein Organ, sondern vielmehr für die Mitte und den Wesenskern des Menschen, als Ausdruck seines ganzen Seins, als heiliger Ort der persönlichen Gottesbeziehung. Ist das Herz erfüllt von Gottes Gegenwart, so findet sich der Mensch von selbst im göttlichen Lebensfluss wieder und ist gleichsam verbunden mit der göttlichen Heilquelle. Des Menschen Herz wird weit. So schreibt der heilige Benedikt in seiner Regel: „Wer aber im religiösen Leben und im Glauben voranschreitet, dem weitet sich das Herz und mit der unsagbaren Freude der Liebe, eilt er voran auf dem Weg der Weisungen Gottes“ (RB, Prolog 49).
Die Weite des Herzens: heilsame Prozesse ermutigen und den Lebensfluss fördern, um aufgerichtet und im inneren Gleichgewicht das eigene Leben zu wagen, das ist das Ziel der alternativmedizinischen und komplementärtherapeutischen Methoden. In manchen Klöstern war und ist die Heilkunst ein selbstverständlicher Bestandteil klösterlichen Lebens. Das grosse Vorbild ist Jesus Christus selbst, der unzählige Male die Menschen achtsam berührte, aufrichtete und heilte, sowie den Auftrag gab, seinem Beispiel zu folgen.
P. Benedict Arpagaus
Jahrgang 1971, geboren in Zug,
Bürger von Cumbel GR
im Kloster Einsiedeln seit 2005
Ausbildungen
- Ausbildung in Allgemeiner Krankenpflege, Ilanz GR, 1993 – 1996
- Berufserfahrung als diplomierter Pflegefachmann HF, Kantonsspital NW, Stans, 1996 – 2001
- Philosophie- und Theologiestudium an der Hausfakultät des Klosters Einsiedeln, 2002 - 2006
- Ausbildung in Fussreflexzonenmassage, Heilpraktikerschule Luzern, Ebikon, 2018 – 2020; Diplom als Fussreflexzonen Therapeut HPS
- Ausbildung in Craniosacral-Therapie an der Heilpraktikerschule Luzern, Ebikon, 2019-2024; Diplom als Komplementär-Therapeut für Craniosacral-Therapie HPS
- Branchenzertifikat OdA KT (Organisation der Arbeit / Komplementärtherapie), seit 2024
- EMR Zertifikat (ErfahrungsMedizinisches Register), seit 2024
- Mitglied von CranioSuisse (Dachverband), seit 2024
Angebot
Fussreflexzonenmassage:
1h à 120 Franken
Craniosacral-Therapie:
1h à 120 Franken
Die Krankenkassen in der Schweiz übernehmen, sofern eine Zusatzversicherung abgeschlossen ist, die Behandlungskosten meiner Therapieangebote. Bitte klären Sie mit Ihrer Krankenkasse im Voraus deren genaues Leistungsangebot ab. Die Bezahlung erfolgt bar oder via TWINT. Die Klienten erhalten einen Rückforderungsbeleg für die Krankenkasse, nach Wunsch per Mail oder per Post.

Craniosacral-Therapie
Wie bei allen alternativmedizinischen und komplementärtherapeutischen Behandlungen geht es bei der Craniosacral-Therapie stets darum, die Selbstheilungskräfte des Menschen zu aktivieren und zu fördern.

Fussreflexzonenmassage
Die Massage bestimmter Punkte und Zonen des Körpers, insbesondere der Füsse, haben eine reinigende, entspannende und vitalisierende, sowie heilende Wirkung auf die Organe und ist zugleich Balsam für die Seele.
Informationen
Angebote auf Anfrage:
Telefonisch über 055 418 61 11
(Anruf wird via Zentrale an Pater Benedict Arpagaus weitergeleitet)
Auch per E-Mail möglich über:
koerpertherapie.herzensweite[at]kloster-einsiedeln.ch
Hinweis:
Dem Gebet soll nichts vorgezogen werden, schreibt der heilige Benedikt in seiner Mönchsregel. So fügt sich die therapeutische Arbeit in den Gebetsrhythmus des Klosters ein. Entsprechend sind die Behandlungszeitfenster am Vormittag zwischen 08.30 und 11.00 Uhr, am Nachmittag zwischen 13.30 und 16.15 Uhr, ausnahmsweise am Abend zwischen 17.15 und 18.15 Uhr, jeweils von Montag bis Samstag. Keine Behandlungen an Sonn- und Feiertagen!
Fussreflexzonenmassage: Balance über die Füsse
Die Reflexzonenmassage nutzt die Füsse als Spiegelbild des gesamten Körpers. Das moderne Fundament legten der US-Arzt Dr. William Fitzgerald und die US-Physiotherapeutin Eunice Ingham; in Europa wurde die Methode massgeblich von der deutschen Pflegefachfrau Hanne Marquardt zur klinischen Therapieform weiterentwickelt.
Klassische Fussreflexzonenmassage als Basis
In meiner Praxis bildet die klassische Massage das kraftvolle Fundament. Über gezielte Druckimpulse auf die Reflexzonen erreiche ich den gesamten Organismus.
• Wirkung: Stärkung des Immunsystems, Förderung der Durchblutung und Entgiftung in den Organen, Anregung des Lymphsystems
• Anwendung: besonders wirksam bei chronischen Beschwerden, Müdigkeit und Erschöpfung, Unruhe, Verdauungsstörungen und statisch-muskulären Belastungen.
Ein fliessender Ansatz: lymphatische und psychische Impulse
Je nach individuellem Bedürfnis lasse ich spezialisierte Techniken organisch in die Behandlung einfliessen:
• Reflektorische Lymphbehandlung: sanfte, rhythmisierte Impulse und Streichungen am Fussrücken unterstützen den Lymphfluss – ideal zur Regeneration nach Krankheiten oder Operationen.
• Psychozon-Impulse: sehr feine Streichungen harmonisieren auf seelischer Ebene und helfen bei Stress oder energetischen Blockaden.
Craniosacral-Therapie – Sanfte Berührung mit Tiefenwirkung
Die Cranio-Sacral-Therapie hat sich aus der Osteopathie heraus zu einer eigenständigen, sanften und ganzheitlichen Behandlungsform entwickelt. Der Fokus liegt in der Ermutigung der körpereigenen Selbstheilungskräfte.
Das System in Fluss bringen
Die beiden Pole Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) bilden zusammen mit den Hirn- und Rückenmarkshäuten (Meningen) eine funktionelle Einheit. In diesem System pulsiert die Gehirnflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) in einem feinen, eigenen Rhythmus (CRI). Da das Nervensystem von hier aus alle Organe und Körperbereiche verbindet, übertragen sich diese Schwingungen auf den gesamten Organismus.Blockaden oder Spannungen in diesem System können das Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigen. Durch achtsame, sanfte Griffe und Berührungen lausche ich diesen Rhythmen (Tides/Gezeiten) und unterstütze den Körper dabei, Einschränkungen von innen heraus zu lösen. So wird das System wieder in ein gesundes Gleichgewicht gebracht und in Fluss gesetzt – die Lebensenergie darf fliessen.
Anwendungsbereiche
Die Therapie bietet eine wertvolle Unterstützung bei einer Vielzahl von körperlichen und seelischen Beschwerden:
• Nervensystem & Balance: stressbedingte Beschwerden, Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszustände, nervöse Hyperaktivität, sowie Unausgeglichenheit
• Bewegungsapparat & Entspannung: Kopfschmerzen und Migräne, Wirbelsäulen- und Gelenkserkrankungen, Rekonvaleszenz nach Krankheiten, Rehabilitation nach Unfällen (Sturz- und Schleudertrauma), sowie Kieferprobleme
• Immunsystem & Regulation: allgemeine Unterstützung der Organfunktionen, des Herzkreislauf-, Atem-, Hormon- und Lymphsystems, sowie Hilfe bei Sinusitis, Tinnitus, Verdauungsproblemen und anderen chronischen Themen
• Lebensphasen & Zeitenwenden: stärkende Begleitung und aufrichtende Ermutigung in belastenden Lebenssituationen, sowie Förderung der allgemeinen Vitalität, Unterstützung während transformativer Lebensprozesse
Im Fokus steht die Gesundheit, nicht die Krankheit! Auf Fachwissen aufbauend sind die Stille, die Präsenz des Therapierenden und seine «hörenden Hände» die drei kostbaren Instrumente der Craniosacral-Therapie.
Für die Behandlungen lassen die Klienten/Klientinnen ihre Kleider an (Ausnahme: Schuhe, Hosengurt, Brille). Vor einer Erstbehandlung wird ein Anamnesegespräch geführt und der Behandlungsablauf erklärt.
Die Craniosacral-Therapie ist hinsichtlich der biomechanischen Methode kontraindiziert unmittelbar nach einer Hirnblutung (hämorrhagischer Insult), einem Hirninfarkt (ischämischer Insult), einem Schädel-Hirntrauma, innerhalb dreier Monate nach einer PDA (Periduralanästhesie); bei Erkrankungen, die im Zentralnervensystem Raum erfordern (z.B. Tumore) oder bei bekannten Aneurysmen. Bei Unsicherheit kann vorgängig eine ärztliche Konsultation ratsam sein. Hinsichtlich der biodynamischen Methode und mit der gebotenen Achtsamkeit des Therapierenden ist eine craniosacral-therapeutische Behandlung unbedenklich.
Zur Geschichte der Craniosacral-Therapie – Alles fliesst
Die Wurzeln der Craniosacral-Therapie liegen in der Osteopathie, begründet durch den US-amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917). Er erkannte als Erster die zentrale Bedeutung der Gehirnrückenmarksflüssigkeit (Liquor) als nährenden Informationsträger und Essenz von Gesundheit. Seine tiefe Spiritualität und Naturverbundenheit spiegeln meine eigene Haltung wider, dass Heilung mehr ist als reine Mechanik.
Sein Schüler, der US-amerikanische Osteopath Dr. William Garner Sutherland (1873–1954), entdeckte die feinen Bewegungen der Schädelknochen und fühlte einen Rhythmus, der unabhängig von Herz und Lunge pulsiert: den Primären Respiratorischen Mechanismus. Sutherland erkannte darin den „Atem des Lebens“ – eine ordnende Urkraft. Inspiriert von Psalm 46,11 („Seid stille und erkennet…“), wurde für ihn die Stille zur wichtigsten Quelle der Heilung. Für ihn war nicht nur das Beherrschen einer Technik massgebend, sondern auch die spirituelle Offenheit. Diese Hinwendung zu metaphysischen Aspekten passen gut zu meiner Suche nach Tiefe und Weite.
In den 1970er Jahren machte der US-amerikanische Arzt und Chirurg, sowie Osteopath Dr. John E. Upledger (1932–2012) die Craniosacral-Therapie als eigenständige Methode weltweit bekannt und auch Nicht-Osteopathen zugänglich. Er rückte das Bindegewebe (Faszien) in den Fokus der Behandlungen. Seine Erkenntnis, dass der Körper unsere Geschichten mitsamt Emotionen speichert, macht mir deutlich, wie wichtig der Einbezug des Körpers für heilsame therapeutische Prozesse ist.
Getreu dem Wort des griechischen Philosophen Heraklit von Ephesos (+ um 460 v. Chr.) entwickelt sich Heilkunst stetig weiter. Seine berühmte Aussage «panta rhei» (πάντα ῥεῖ), «alles fliesst», bringt es auf den Punkt: Das Leben ist ein unaufhörlicher Prozess der Wandlung! Davon nicht ausgenommen sind Therapiemethoden.
Wegweisend für meine heutige Arbeit ist der biodynamische Ansatz des US-amerikanischen Psychotherapeuten und Craniosacral-Therapeuten Franklyn Sills (1947-2025). Hier treten mechanische Techniken zugunsten einer tiefen Präsenz zurück. In der Biodynamik höre ich mit meinen Händen den verschiedenen Gezeiten (Tides) des Lebens zu: vom spürbaren Rhythmus im Gewebe (CRI), über die darüber hinausgehende, langsamere Welle (Mid Tide), bis hin zu der sehr langsamen und weiten Welle im Hintergrund (Long Tide). Sein Ansatz ermutigt mich, als Hörender heilsamen Prozessen demütig und staunend Raum zu schenken. Hinter all diesen Bewegungen liegt die dynamische Stille – jener heilige Raum, in dem Regeneration ganz von selbst geschieht. Es geht in erster Linie nicht um ein «machen», sondern um ein vertrauendes «geschehen lassen».
Wichtige Impulse für unser Verständnis von Heilung und die Qualität unserer Präsenz verdanken wir dem deutschen Craniosacral-Therapeuten Ulrich Ramraj Löwe (*1964) Sein Wirken erinnert mich daran, dass Therapie eine Begegnung in Achtsamkeit und die Rückbindung an das Wesentliche ist. Heilung bedeutet nicht nur das Verschwinden von Symptomen, sondern die Harmonisierung von physischen, psychischen, emotionalen, mentalen, spirituellen und sozialen Aspekten unseres Seins.
Heute fliesst diese Geschichte (nicht nur) in meinen Händen weiter: durch Erfahrung, Reflexion, Weiterbildung und – ganz wichtig – mit dem Mut zur Stille.
Während der Therapie fixiere ich mich nicht auf eine Problemzone, sondern behalte den ganzen Menschen in meiner Wahrnehmung, sein Organsystem und sein geistig-seelisches Feld.
Die Erfahrungsberichte zahlreicher Menschen bestätigen die wohltuende und heilsame Wirkung dieser Therapieform für Geist, Seele und Leib. Die Rückmeldung vieler Klientinnen und Klienten nach einer Behandlung lautet: «leichter», «beweglicher», «mehr Energie», «entspannt und gelöst», «in der Ruhe», «weit», «ausgeglichener», «klarer». Bereits eine Behandlung kann zu einer deutlichen Verbesserung des Befindens führen, oft braucht es mehrere Sitzungen, auf alle Fälle braucht es die Offenheit und das Mitwirken der Klientel, also die Bereitschaft, sich auf einen ganzheitlichen Heilungsprozess einlassen zu wollen.









