Ausserordentlicher Missionsmonat Oktober 2019

Den Monat Oktober 2019 hat Papst Franziskus als einen ausserordentlichen Monat der Mission ausgerufen. Im Mittelpunkt dieser Initiative stehen das Gebet, das Zeugnis und die Reflexion über die Bedeutung der Mission.

In Einsiedeln begehen wir diesen Missionsmonat, indem wir neben dem täglichen Konventamt (So 09.30 Uhr, Mo-Sa 11.15 Uhr) jeweils besonders auch in der Abendmesse (um 17.30 Uhr bei der Gnadenkapelle) und im daran anschliessenden Rosenkranzgebet für die Ausbreitung und Vertiefung des Glaubens beten. Eucharistiefeier und Rosenkranzgebet bei der Gnadenkapelle werden jeweils am Freitag (4. / 11. / 18. / 25. Oktober) von Radio Maria live übertragen.

Gleichzeitig entdecken wir in diesem Monat das Leben des hl. Wolfgang neu, der Mönch in Einsiedeln war, als Missionar bei den Ungarn wirkte und 994 als Bischof von Regensburg starb

Täglich im Monat Oktober:
17.30 Uhr Eucharistiefeier in der Gnadenkapelle (ausser samstags)
18.10 Uhr Rosenkranz und Gebet zum hl. Wolfgang

Ein wichtiger Beitrag zum Missionsmonat ist auch der „Impulstag“ für kirchlich Engagierte und Verantwortliche vom 3. Oktober im Kloster Einsiedeln. Inspirierende Referenten regten zum Nachdenken über die eigene missionarische Sendung an und gaben Zeugnis von Aufbrüchen der Erneuerung in unserer Kirche. Audio-Aufnahmen und fotografische Eindrücke finden sie unter:
http://www.impulstag-einsiedeln.ch

Gast-Zelebranten

Normalerweise stehen die Priestermönche des Klosters Einsiedeln den Eucharistiefeiern in der Gnadenkapelle vor. Für den ausserordentlichen Missionsmonat 2019 haben wir drei Priester eingeladen, die eng mit der «Mission» verbunden sind.

Nachdem der Einsiedler Wallfahrtspater Philipp Steiner OSB am 4. Oktober den Reigen der Missionsmonat-Messen eröffnet, dürfen wir folgende Gast-Zelebranten bei uns begrüssen:

Freitag, 11. Oktober 2019: Pater Martin Jäggi SMB, Missionshaus Immensee SZ
Freitag, 18. Oktober 2019: Pater Joseph Maria Schnider OSB, Abtei St. Othmarsberg, Uznach SG
Freitag, 25. Oktober 2019: Vikar John Joy, Stans

Mit den beiden ersten Zelebranten verweisen wir auf die reiche Tradition von Missionsinstituten in unserem Land. Vikar John Joy stammt aus Indien und zeigt eine neue Realität: Heute verläuft die Missionsbewegung (auch) in die Gegenrichtung: In der Schweiz sind wir auf Priester aus dem Ausland angewiesen, damit das sakramentale Leben in den Ortskirchen gewährleistet ist. Wir erfahren auswärtige Priester also als Geschenk und als Bereicherung für unsere Schweizer Kirche.

Rosenkranz für die Mission

Im Anschluss an die Abendmesse (ca. 18.10 Uhr) beten wir täglich den Rosenkranz, welcher den ganzen Oktober über im Zeichen der Mission stehen wird. Zusammen mit den Gastzelebranten oder den ehrenamtlichen Vorbeterinnen betrachten wir die Geheimnisse des Lebens, Sterbens und der Auferstehung Jesu und bitten zusammen mit der Gottesmutter Maria um die Ausbreitung des Glaubens auf der ganzen Welt.

Gebet zum heiligen Wolfgang

Das Rosenkranzgebet schliesst mit einem Gebet zum heiligen Wolfgang von Regensburg. Er ist der bedeutendste Missionar in der über tausendjährigen Geschichte des Klosters Einsiedeln.

Wolfgang wurde um 924 in Pfullingen (Baden-Württemberg) geboren und stammte aus einer edelfreien Familie. Er erhielt an der Klosterschule Reichenau und an der Domschule Würzburg eine gute Ausbildung. 956 berief ihn sein Studienfreund Erzbischof Heinrich nach Trier, wo er die Leitung der Domschule übernahm. 965 wurde er Mönch im Kloster Einsiedeln wo er 968 von Bischof Ulrich von Augsburg zum Priester geweiht wurde. 971 ging Wolfgang als Missionar nach Ungarn, um dort den christlichen Glauben zu verkünden. Doch bereits 972 wurde er zurückgerufen und zum Bischof von Regensburg geweiht. 975 gründete Wolfgang dort eine Domschule mit Chor, aus dem die heutigen Regensburger Domspatzen hervorgingen. Er starb am 31. Oktober 994 auf einer Reise durch Österreich im Alter von 70 Jahren in Pupping bei Linz.

Der heilige Wolfgang ist für uns ein Vorbild, wie man mit dem Ohr am Herzen Gottes und mit der Hand am Puls der Zeit sein kann. Der heilige Wolfgang hat nicht nur als Missionar in Ungarn den Glauben verkündet. Auch als Lehrer, Mönch und Bischof war er unermüdlich für das Reich Gottes im Einsatz. Gerade diese Vielfalt in seinem Wirken lädt uns ein, an unserem je eigenen Ort mitzuwirken, dass die Botschaft Jesu die Herzen der Menschen erreichen kann.

P. Philipp Steiner OSB, Wallfahrtspater