Vom 2. November 2025 bis 1. November 2026 präsentiert das Kloster Einsiedeln das Vater-Sohn-Künstlerduo Tim und Rolf Zurfluh mit ihrer neuen Werkreihe Serie «Revelations». Die Ausstellung im «Oratorium» verbindet historische Bildwelten und barocke Maltraditionen mit einer zeitgenössischen, abstrakten Formensprache und schafft so einen spannungsreichen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Rolf Zurfluh spielte mit seinem Restaurierungsunternehmen eine zentrale Rolle bei der Restaurierung unserer Klosterkirche von 2010 bis 2013 und ist seither immer wieder für Arbeiten vor Ort. Sein Sohn Tim wuchs in dieser Atmosphäre auf, lernte traditionelle Techniken kennen und entwickelte daraus eine eigenständige künstlerische Sprache.
Mit der Serie «Revelations» kehren Vater und Sohn nach Einsiedeln zurück – diesmal nicht als Restauratoren, sondern als Kunstschaffende. Die Werke greifen auf historische Fragmente, Oberflächenstrukturen und Kompositionsprinzipien zurück und übertragen diese in eine zeitgenössische, abstrakte Bildwelt.
Ausgehend von der Restaurierung historischer Wandmalereien entwickelten Tim und Rolf Zurfluh eine Bildsprache, die Fragmente, Texturen und Erzählmuster barocker Malerei aufnimmt und in eine zeitgenössische, abstrakte Formensprache überführt.
Die Werke verzichten bewusst auf figürliche Darstellungen. Stattdessen setzen sie auf eine atmosphärische Übersetzung von Dynamik, Spannung und Transformation. Leuchtende Rottöne, strahlendes Gelb und intensives Weiss entfalten eine visuelle Energie, die zwischen Monumentalität und Intimität oszilliert.
Der Titel «Revelations» verweist auf den künstlerischen Prozess des Freilegens, Sichtbarmachens und Neuinterpretierens: Historische Spuren werden nicht museal konserviert, sondern in neue Kontexte übertragen. Die Bilder sind Erinnerungs- und Vorstellungsräume, keine Nacherzählungen. Dazu bietet der barocke Raum des «Oratoriums» mit seinen feinen Stuckaturen und Farbakzenten den idealen Rahmen.
Die Ausstellung wird am 2. November 2025 eröffnet und ist ein Jahr lang zu sehen. Das «Oratorium» ist ein nicht öffentlich zugänglicher Gottesdienstraum für Pilgergruppen. Deswegen braucht es für den geführten Besuch durch die Ausstellung eine Anmeldung beim Wallfahrtsbüro des Klosters Einsiedeln: wallfahrt[at]kloster-einsiedeln.ch. Pilgergruppen ab 80 Personen steht das «Oratorium» als Gottesdienstraum zur Verfügung, Reservationen erfolgen ebenfalls über das Wallfahrtsbüro.
Vernissage: 2. November 2025, 14.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 2. November 2025 – 1. November 2026
Finissage: 1. November 2026, 14.30 Uhr
Vernissage am Sonntag, 2. November 2025
Um 14.30 Uhr ist Einlass der angemeldeten Gäste durch den Eingang «Gymnasium» am Klosterplatz. Anschliessend erfolgt eine Begrüssung durch P. Philipp Steiner. Danach wird eine Einführung zu den Werken und der Zusammenarbeit durch Künstler und Kuratorin geboten. Während Orgelimprovisationen von P. Theo Flury können die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung selber erkunden. Um 15.30 Uhr wird ein Apéro für angemeldete Gäste geboten und um 16.30 Uhr besteht die Möglichkeit zur Mitfeier der Vesper der Mönchsgemeinschaft in der Klosterkirche, um der Vernissage einen spirituellen Ausklang zu gebeten.
Eine Anmeldung für die Vernissage ist notwendig. Bitte bis Freitag, 31. Oktober 16.00 Uhr via E-Mail an wallfahrt[at]kloster-einsiedeln.ch.
