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Einzug zum Gottesdienst im Rahmen der Nationalen Wallfahrt: Ministranten, Diakone und Bischöfe ziehen - angeführt vom Vortragekreuz, welches das Logo des Heiligen Jahres darstellt - zur feierlichen Eucharistiefeier ein. Rund 1700 Gläubige haben als "Pilger der Hoffnung" diese mitgefeiert. Foto: Evelyne Marty, (c) Schweizer Bischofskonferenz

Rückblick auf die Nationale Wallfahrt am 17. Mai 2025

Für das Heilige Jahr 2025 hat Papst Franziskus alle Gläubigen eingeladen, in sich die Hoffnung stärken zu lassen. Dafür stellte er das Jahr unter das Motto Pilger der Hoffnung, weil man sich eine solche Haltung des Vertrauens auf die Gnade Gottes nicht einfach aus eigener Kraft verordnen kann, sondern sich dazu zu einem Weg aufmachen und auf ein Ziel ausrichten muss. Um dafür einen konkreten Rahmen und ein Zeichen zu bieten, hat sich die Kirche in der Schweiz am 17. Mai zu einer Nationalen Wallfahrt an den Marienwallfahrtsort Einsiedeln begeben.

So kamen etwa 1700 Menschen zu diesem von der Schweizer Bischofskonferenz mit Unterstützung der Klostergemeinschaft Einsiedeln organisierten Fest des Glaubens zusammen und feierten gemeinsam mit allen Schweizer Bischöfen einen prächtigen Gottesdienst in der Klosterkirche. Die Messe, welcher der Abt des Klosters, Abt Urban Federer, als Gastgeber vorstand, bot den vielen Gläubigen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen im gemeinsamen Singen und Beten eine Erfahrung der Einheit im Glauben. Dabei kam gleichzeitig gerade sprachlich auch die Vielfalt der Schweizer Kirche wunderschön zum Ausdruck, weil Mitfeiernde sich in allen vier Landessprachen sowie weiteren Sprachen beteiligt haben.

In der Predigt ging der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Charles Morerod, von der verbreiteten Erfahrung von Unsicherheit, Sorge und Angst aus. Darin haben viele Menschen Sehnsucht nach Hoffnung, können solche aber nur schwer finden. Im Glauben an Jesus Christus schenkt sich uns jemand, der eine solche Hoffnung geben kann. Bischof Charles unterstrich, dass es tatsächlich möglich ist, sich von Jesus Christus mit dieser Frohen Botschaft ansprechen zu lassen, mit Erzählungen von konkreten Begegnungen mit Personen, bei denen er dies erleben durfte. Beispielsweise berichtete er ergreifend von dem Frieden, den die Feier eines Gottesdienstes selbst in die gewalterfüllte Atmosphäre eines Gefängnisses bringen kann. So konnte er die von Jesus Christus verheissene Befreiung Gefangener als Freiwerden von Zwängen der Gewalt, Angst, Verbitterung usw. erfahren.

Nach dem Gottesdienst verteilten sich die Menschen auf dem grossen Gelände des Klosters Einsiedeln und nahmen beim Picknick und verschiedenen Essensangeboten ein Mittagessen ein. Anschliessend gab es die Möglichkeit in verschiedenen Sprachgruppen mit einzelnen Bischöfen in den Austausch zu kommen oder sich mit ihnen auf kurze Gebetswanderungen zu begeben. Parallel dazu gab es in der Klosterkirche die Möglichkeit, die Schönheit dieses Kirche mit Betrachtungen der Deckenfresken und Orgelmusik zu geniessen, in mit Liedern gestalteter Anbetung zu Geborgenheit und Einkehr bei Gott zu finden oder in der Beichte das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Auch die jüngeren Pilgerinnen und Pilger konnten beim Ponyreiten grossen Spass haben. Alles in allem bot diese Wallfahrt eine wunderbare Gelegenheit, «das Licht des Lebens, die Flamme unserer Hoffnung», die mit der Hymne des Heiligen Jahres mehrmals besungen wurde, zu nähren.

Viele glückliche Gesichter und zufriedene, sichtlich ergriffene Menschen zeigten, dass das gemeinsame Unterwegssein zum und am Wallfahrtsort Einsiedeln zahlreiche Menschen wahrhaft bewegen kann.
 

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