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Predigt von Abt Urban Federer am 20. Dezember 2025

Am 20. Dezember feierten wir Mönche und die Gläubigen um 11.15 Uhr ein besonderes Konventamt. Denn nach der Predigt spendete Abt Urban Dominique Brugger und Maximilian Hagen das Sakrament der Firmung. Beide jungen Männer sind auf ihrem Glaubensweg mit unserer Mönchsgemeinschaft in Kontakt gekommen. Dominique vor vielen Jahren als "Volontär" (heute Angebot "Sommerkloster"), Maximilian hat mehrere Monate als "Klosterzeitler" bei uns mitgelebt. Mit der Entscheidung, die Firmung zu empfangen, haben Sie einen bewussten Schritt auf ihrem Glaubensweg getan. Darüber freuen wir uns. Hier also die Predigt von Abt Urban:

«Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! – Denn der Herr ist nahe». So hat der Chor eingangs gesungen. Wir dürfen uns freuen, denn der Herr  

-    ist uns nahe, wenn er an Weihnachten zu uns kommt. 
-    ist uns nahe, wenn er wiederkommen wird am Ende der Zeiten. 
-    ist uns jetzt nahe in seinem Wort, in seinen Sakramenten und in der Gemeinschaft seiner Kirche.

Wir freuen uns heute besonders, wenn in diesem Gottesdienst Dominique Brugger und Maximilian Hagen die Sakramente der Firmung und der Kommunion empfangen werden. 

Diese Sakramente sind Zeichen der Gegenwart Gottes, in denen sich die Prophezeiung der heutigen Lesung aus dem Buch Jesaja erfüllt: Uns ist der Sohn gegeben, dessen Name Immanuel ist – Gott mit uns. 

Bereiten wir uns in Freude auf die Begegnung mit diesem Gott vor, der jetzt mit uns ist. 

Liebe Dominique Brugger und Maximilian Hagen!

Wenn man sich heute als Erwachsene firmen lässt und das Sakrament der Eucharistie empfängt, dann sicher nicht, weil es einfach dazu gehört, weil das jetzt halt einfach ansteht und es alle machen. 

Vielmehr stelle ich Euch in eine Reihe mit der Jungfrau Maria, wie sie uns im heutigen Evangelium gezeigt wird: Sie ist offen für die Erfüllung ihrer Sehnsüchte. Maria hat die Verheissungen gekannt, wie wir sie in der Lesung des Jesaja hörten: 

«Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel – Gott mit uns – geben.» 

Und jetzt sehen wir Maria im Evangelium, wie sie damit ringt, ob und wie diese Verheissungen sich an ihr erfüllen sollen. Ihr, liebe Dominique und Maximilian, seid ebenfalls Euren Sehnsüchten nach wahrem Leben nachgegangen. Vor allem auch in Eurem Volontariat und in der Klosterzeit in unserem Kloster habt Ihr Euch mit den Verheissungen Gottes auseinandergesetzt. Wie Maria gebt Ihr heute Euer: «Mir geschehe, wie du es gesagt hast.» Gottes Sehnsucht nach Euch kann sich darum heute an Euch erfüllen. Firmung und Eucharistie werden heute darum zu Euch sagen: 

«Seid gegrüsst, Ihr Begnadeten, der Herr ist mit Euch.»
 

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