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Bruder Anton, Pater Justinus und Bruder Klemens sind ab Sommer zum Teil neu für die Begleitung unserer Gäste zuständig und freuen sich über jeden ankommenden Gast.

Neues Team der Gästeverantwortlichen ab dem Sommer

Ab Sommer legt Abt Urban nicht nur die Sorge um den klösterlichen Nachwuchs in neue Hände (siehe Artikel), sondern auch die Betreuung unserer Gäste. Weiterhin für die Gäste zuständig bleibt Bruder Klemens Ritler; ihn unterstützen neu Bruder Anton Abegg sowie Pater Justinus Pagnamenta.

Die Gastfreundschaft ist bereits in der Benediktsregel grundgelegt, die uns Mönchen nahelegt, in den Gästen eine Möglichkeit zu sehen, Christus zu begegnen. Auch meinte der heilige Benedikt schon vor 1'500 Jahren, dass es in einem Kloster nie an Gästen fehlen wird - eine Wahrheit, die bis heute gültig ist. 

Den drei Mitbrüdern, denen ab Mitte August die Sorge für unsere Gäste obliegt, haben wir je eine Frage zu ihrer Aufgabe gestellt:

  • Bruder Klemens, Du bist ja schon seit einiger Zeit für unsere Gäste zuständig. Wer kommt denn eigentlich bei uns zu Gast?

Eigentlich die halbe Welt – und die andere Hälfte ist vermutlich noch unterwegs. Zu uns kommen Gäste aus aller Herren Länder: von der Westküste Nordamerikas bis hin aus dem äussersten Osten der Welt, aus Südkorea. Ebenso von Nord und Süd, von Norwegen hinunter bis von Südafrika. Manchmal habe ich das Gefühl, man müsste beim Frühstück eher einen Atlas und einen Dolmetscher als nur ein Tischgebet bereithalten. Und genau so bunt wie die Herkunft der Menschen selbst ist auch ihre Spiritualität bzw. ihre Konfession: vom noch ungetauften Suchenden, der sich vorsichtig herantastet, bis hin zu traditionellen Katholiken, die genau wissen, wo vorne im Gebetsbuch ist. Auch beruflich ist alles vertreten: Vom Schüler (Ministranten) über Studenten, Handwerker, Bauern, Gastronomen, Juristen, Ärzte, Wissenschaftler, Theologen, Ordensleute, Priester, Bischöfe bis hin zum Kardinal kommt alles zu uns. Was noch fehlt, ist eigentlich nur noch der Papst! Aber wir geben die Hoffnung nicht auf und halten vorsorglich schon mal ein Zimmer frei.

  • Bruder Anton, was war Dein erster Gedanke, als Du von Abt Urban gefragt wurdest, ob Du Dir eine Aufgabe im Gästebereich vorstellen könntest?

Diese Frage ist schnell beantwortet. Ich dachte "Ja, das könnte doch gut gehen". Denn auf neue Leuten zuzugehen, ist nicht so schwierig für mich.

  • Pater Justinus, was denkst Du, welche Eigenschaften haben Abt Urban dazu bewogen, Dir diese neue Aufgabe zu geben?

Sicherlich sind meine Sprachkenntnisse ein Vorteil, wenn man mit Gästen aus verschiedenen Teilen der Welt zu tun hat. Neben Italienisch, meiner Muttersprache, kann ich mich auf Deutsch, Englisch und Französisch gut verständigen. Ausserdem verfüge ich auch über gute passive Kenntnisse der spanischen Sprache. Ich kann mir vorstellen, dass der Abt auch folgende Überlegung gemacht hat: Die Arbeit in der Bibliothek (meine Hauptaufgabe) bringt es mit sich, viel Zeit sitzend vor dem Computer zu verbringen, ohne mit anderen Menschen interagieren zu müssen. Diese neue Nebenaufgabe wird diesen Aspekt der Bibliotheksarbeit ein wenig ausgleichen.

Ob unsere Mitbrüder auch Sie schon bald als Gast bei uns begrüssen dürfen? Nähere Informationen zu einem Gastaufenthalt bei uns finden Sie hier.

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