Kloster Einsiedeln, zur Startseite
Kloster Einsiedeln, zur Startseite
Frater Carsten (links) übernahm von seinem Vorgänger Pater Philipp (rechts) neu die Verantwortung für die Wallfahrt.

Neuer Leiter unserer Wallfahrt

Eine ganze Reihe von Mitbrüdern erhielten auf den 15. August hin neue Aufgaben, etwa in der Berufungspastoral und als Novizenmeister sowie in der Gästebetreuung. Auch die Verantwortung für die Wallfahrt kam in neue Hände - in die von Frater Carsten Rupp. Ihm haben wir vier Fragen zu seiner neuen Aufgabe gestellt:

  • Was hast Du als erstes gedacht, als Dich Abt Urban gefragt hat, ob Du bereit wärst, diese neue Aufgabe zu übernehmen?

Über die Anfrage von Abt Urban war ich sehr überrascht, bin ich doch noch nicht lange im Kloster. Grossen Respekt habe ich davor, weil mir bewusst ist, welchen Stellenwert die Wallfahrt für das Kloster hat und welch grosse Bedeutung Einsiedeln als Wallfahrtsort für die Schweiz und weit darüber hinaus zukommt. Zuversichtlich stimmt mich, dass die Wallfahrt von vielen gestaltet und getragen wird, den Mitbrüdern im Konvent, dem Wallfahrtsteam, dem Gästebereich des Klosters, den Pilgerbetreuerinnen und Pilgerbetreuern, um einige zu nennen. Die Wallfahrt zeigt sich als Gemeinschaftsaufgabe.

  • Auch Du kennst Einsiedeln als Pilger. Erinnerst Du Dich noch an Deine erste Wallfahrt hierher?

An meine erste Wallfahrt kann ich mich sehr gut erinnern, ist sie doch der Auslöser dafür, dass ich nun nach vielen Jahren hier im Kloster bin. Es war eine Reise einer Ministrantengruppe meiner Heimatpfarrei mit unserem damaligen Kaplan im Jahr 1988 für eine Wochenende ins Kloster. Als Pfarrer war ich später immer wieder mit eigenen Gruppen zur Wallfahrt in Einsiedeln.

  • Wallfahrt bedeutet Tradition, aber auch Aufbruch. Wo möchtest Du Bewährtes bewahren und wo siehst Du neue Chancen für die Zukunft?

Wallfahrt in Einsiedeln bedeutet für mich an erster Stelle, sich in die unzählige Scharen der Pilger der vergangenen Jahrhunderte einzureihen. Dies zeigt sich besonders in den Standeswallfahrten, die auch heute noch viele Menschen nach Einsiedeln führen. Chancen sehe ich in der wachsenden Zahl von Einzelpilgern, aber auch darin, Menschen zu begegnen, die aus Freude an der Landschaft, an der Kunst oder einfach zu einem Ausflug nach Einsiedeln kommen und hier dem Glauben begegnen können. Ein besonderer Ort zur Begegnung könnte der imposante Klosterplatz sein.

  • Worin möchtest Du bei Deiner Arbeit in den kommenden Jahren besonders investieren?

Spontan fallen mir Wachsamkeit und Gastlichkeit ein. Eine wache Aufmerksamkeit für das, was sich durch die Menschen zeigt, die nach Einsiedeln kommen. Auf das eingehen, was die Menschen beschäftigt, damit Einsiedeln für sie eine Ermutigung zum Leben sein kann. Hinzu kommt das Stichwort Gastlichkeit, es lenkt den Blick auf die Menschen, die vor Ort leben. Die Wallfahrt kann zur Lebensqualität der Bewohner Einsiedelns beitragen, was wiederum Besucher spüren werden. 

Servicenavigation