Ab Dienstag, 21. Juli, wird die Klosterkirche Einsiedeln während sechs Wochen erneut zum Treffpunkt für Orgelmusik auf höchstem Niveau. Sieben Organisten und Organistinnen nehmen das Publikum auf eine Klangreise durch 500 Jahre Musikgeschichte mit. Der Einsiedler Orgelsommer 2026 steht zugleich im Zeichen eines Wechsels in der künstlerischen Leitung: Am 25. August übergibt Pater Theo Flury sein Amt als künstlerischer Leiter an seinen Nachfolger Benjamin Guélat.
Das erste Konzert mit der Einsiedler Organistin Mirjam Wagner-Meister führt durch unterschiedliche Epochen und Klangwelten der Musikgeschichte. Zwischen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart entstanden, spiegeln die gespielten Werke verschiedene kompositorische Ideale wider – von klassischer Formklarheit über romantische Ausdruckskraft bis hin zu spirituellen Klangkonzepten des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam zeigen sie die aussergewöhnliche Klangvielfalt der Orgel.
Von der Romantik bis zur Moderne
Das Programm spannt einen Bogen von der Romantik bis zur Moderne und präsentiert Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach, Simeon ten Holt, César Franck, Maurice Duruflé und Olivier Messiaen. Neben Mendelssohns romantischer Orgelsonate und Bachs berühmter Pièce d'Orgue erklingen mit Francks Choral Nr. 2 und Duruflés Méditation zwei Meisterwerke der französischen Orgelmusik. Den glanzvollen Abschluss bildet Messiaens Dieu parmi nous aus dem Weihnachtszyklus La Nativité du Seigneur.
Internationale Gäste und ein feierlicher Abschluss
Bis am 25. August sind beim Einsiedler Orgelsommer jeweils jeden Dienstagabend internationale Gastorganisten aus Italien, Frankreich und der Schweiz sowie die Mitglieder des Organisten-Teams des Klosters Einsiedeln zu hören. Einen feierlichen Abschluss der Konzertreihe bildet das Konzert am 25. August unter Mitwirkung des Schweizer Vokalconsorts, bei welchem drei Kompositionen von P. Theo Flury uraufgeführt werden.
