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Novize Max zwischen Abt Urban und Novizenmeister P. Philipp im Anschluss an die Feier der Einkleidung im Kapitelsaal unseres Klosters.

7. September 2026: Einkleidung von Novize Max Kauter

Am Vorabend des Hochfests der Geburt Mariens begann Novize Max mit der Einkleidung sein einjähriges Noviziat. Der 26-jährige Theologe stammt von der deutschen Bodenseeseite, genauer gesagt aus dem Radolfzeller Ortsteil Markelfingen. Ganz in der Nähe befindet sich die Klosterinsel Reichenau, auf der der heilige Meinrad seinen monastischen Weg begann, bevor er sich auf den Etzel und in den „Finstern Wald“ zurückzog.

Im Rahmen von persönlichen geistlichen Einkehrtagen kam er erstmals intensiver mit unserer Klostergemeinschaft in Kontakt. Ein Berufungserlebnis in dieser Woche führte ihn dazu, sich näher mit dem monastischen Leben und einer möglichen Berufung zum Mönchtum auseinanderzusetzen.

Während seines weiteren Theologie-Studiums besuchte er das Kloster regelmässig als Gast und lernte dabei die Gemeinschaft und ihren Alltag näher kennen. Anfang 2026 entschied er sich, seinen Berufungsweg in Einsiedeln weiterzuführen und am 5. Januar dieses Jahres in die Klostergemeinschaft einzutreten.

Zu seinem weiteren Schritt auf dem Weg als Mönch haben wir ihm drei Fragen gestellt:

In der Kandidatur geht es darum, einen ersten Eindruck vom Mönchsleben zu gewinnen. Was haben Dich die vergangenen Monate im Kloster diesbezüglich gelehrt?

Neben den ganzen internen Abläufen und Gebräuchen, die man als Gast nicht wahrnehmen kann, haben mir die vergangenen Monate gezeigt, dass es gut ist, die Zeit, die wir neben der wichtigsten Aufgabe, dem gemeinsamen Gebet, haben, gut zu nutzen. Als Kandidat wird man mit Aufgaben noch eher geschont. Damit wird es einem ermöglicht, nicht voreilig, sondern ruhig in das monastische Leben einzutauchen. Ich habe zum Beispiel mehr Zeit, einer anderen wichtigen benediktinischen Dimension nachzugehen, welche neben dem Beten und Arbeiten oft ein wenig unterschlagen wird: dem Lesen. Die geistliche Lesung ermöglicht es, sich durch eine kontemplative Art und Weise in die Haltung eines klösterlichen Lebens einzuleben und so der Suche nach dem Wesen Gottes Raum zu geben.

Gibt es einen Moment im Tagesablauf, auf den du dich besonders freust?

Ich merke, dass die gesamte Tagesstruktur mich trägt. Dafür bin ich dankbar und deshalb freue ich mich auch auf jeden neuen Tag, der mir in dieser Weise geschenkt wird. Eine Gebetszeit, die mir in diesem Tagesablauf besonders wichtig geworden ist, ist die Vesper mit dem anschliessenden Gang zur Gnadenkapelle, in der wir das «Salve Regina» singen. Diese Verbindung von gesungenem Gebet, einer Bewegung hin zu einem Gnadenort und der marianischen Frömmigkeit, die ihn erfüllt, habe ich sehr zu schätzen gelernt.

Wenn du dein bisheriges Klosterleben in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären es?

Keine einfache Aufgabe. Die Worte "Aufbruch", "Wachsamkeit" und "Gelassenheit" würden es wahrscheinlich am besten beschreiben.
 

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