Am Vortag von Mariä Himmelfahrt laden die Mönche des Klosters Einsiedeln und das Schwyzer Pfarreiteam zu einer rund sechsstündigen Fusswallfahrt von Schwyz nach Einsiedeln ein. Anlass ist das Jubiläumjahr 2026 «500 Jahre Wiederaufblühen des Klosters Einsiedeln».
Am 14. August 1526 wurde der St. Galler Mönch Ludwig Blarer vom Schwyzer Landammann als 35. Abt von Einsiedeln eingesetzt und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zu einer neuen Blütezeit der Benediktinerabtei Einsiedeln. Abt Ludwig löste Abt Konrad von Hohenrechberg ab, welcher der letzte Vertreter des nur Adeligen vorbehaltenen Klosters Einsiedeln war. Mit dem damals 86jährigen wäre das Kloster um ein Haar ausgestorben. Abt Ludwig baute mühevoll einen neuen Konvent von Benediktinermönchen auf, der unter seinem Nachfolger Abt Joachim Eichhorn zu neuer Blüte gelangte. 1526 ist also ein wichtiger Wendepunkt in der fast 1100jährigen Klostergeschichte. Ohne die Initiative aus Schwyz gäbe es das Kloster Einsiedeln mit seiner Marienwallfahrt wohl nicht mehr. Grund also, dieses Ereignis vor 500 Jahren zu feiern, indem man sich gemeinsam auf den Weg macht!
Auf den Spuren jener Schwyzer, die zum Wiederaufblühen des Klosters Einsiedeln beigetragen haben, geht es auf dem alten Schwyzer Pilgerweg über die Haggenegg – mit dem Ziel, auf die Erste Vesper des Hochfestes Mariä Himmelfahrt den Marienwallfahrtsort zu erreichen. Die Mitfeier des Abendgebets in der Einsiedler Klosterkirche bildet den besinnlichen Abschluss eines besonderen Pilgertages. Abmarsch ist um 09.30 Uhr beim Schwyzer Rathaus nach Empfang des Pilgersegens. Begleitet wird die bunt zusammengewürfelte Pilgerschar von Mönchen aus dem Wallfahrtsteam des Klosters Einsiedeln und Vertretern der Pfarrei Schwyz.
Gutes Schuhwerk und ausreichende Kondition sind unbedingt erforderlich, Versicherung ist Sache der Teilnehmenden. Das Mitgehen auf der Jubiläums-Fusswallfahrt ist kostenlos, wobei die Teilnehmenden Proviant und Getränke selbst mitnehmen. Nach der Vesper in der Einsiedler Klosterkirche und dem berühmten «Salve Regina» bei der Gnadenkapelle (um ca. 17.15 Uhr) reisen die Pilgerinnen und Pilger individuell in ihre Heimat zurück.
