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Fliegender Organist an den Einsiedler Orgeln

Ist Christoph Mauerhofer ein fliegender Musiker oder ein spielender Pilot? Der Schweizer Organist und Berufspilot verzaubert am 18. August das Publikum des Einsiedler Orgelsommers mit einem vielseitigen Programm nach dem Vorbild eines Linienfluges.

Der Konzertauftakt gleicht dem kraftvollen Start eines Flugzeugs. Die festliche Fanfare des Belgiers Lemmens eröffnet in majestätischer und brillanter Weise. Darauf folgt das virtuose Orgelkonzert in d-Moll von Johann Sebastian Bach, welches wie eine Mini-Oper anmutet und das Publikum im Steigflug in die Höhe trägt. Joseph Haydns Flötenuhrstücke laden im Reiseflug zum entspannten Zurücklehnen ein und werden umrahmt von zwei Improvisationen von Mauerhofer Das Briefing vor der Landung übernimmt Max Regers «Präludium und Fuge», mit dessen dichter Chromatik sich die Grenzen des 12-Ton-Systems bereits aufzulösen beginnen. Die Landung gestaltet der Organist aus Olten schliesslich mit der der ersten Orgelsymphonie von Louis Vierne, welche dieser nach seiner Ernennung zum Organisten der Notre-Dame Kirche in Paris 1899 schrieb.

Für Christoph Mauerhofer bedeutet das Konzert in Einsiedeln eine Rückkehr: Bereits 2014 absolvierte er sein Masterkonzert in der Klosterkirche, nachdem er in Luzern bei Elisabeth Zawadke und Theo Flury Orgel studiert hatte. Seit seinem Abschluss wirkt er als Hauptorganist der katholischen Kirche in Olten. 2023 übernahm er zudem die Leitung der Kirchenmusik im Pastoralraum Gösgen. Im selben Jahr erwarb er die Lizenz zum Linienpiloten und ist seither sowohl als Organist als auch als Co-Pilot bei Helvetic Airways tätig.

Dienstag, 18. August 2026, 20.15 Uhr, Klosterkirche Einsiedeln
Dauer: ca. 60-75 Minuten
Freier Eintritt, Kollekte

www.orgelkonzerte.ch

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