Beicht- und Seelsorgegespräche

Mönche unserer Klostergemeinschaft (und im Sommer auch Aushilfspriester) stehen gerne für Beicht- und Seelsorgegespräche zur Verfügung. In der Beichtkirche (Zugang in der Klosterkirche vorne links) ist zu den offiziellen Zeiten am Morgen, Nachmittag und Abend ein Priester anwesend, der mit den Gläubigen das Sakrament der Versöhnung feiert.

Im Innern der nach aussen hin in klassischer Form gehaltenen Beichtstühle findet sich ein modern eingerichteter Raum, so dass eine anonyme Beichte, aber auch ein persönliches Beichtgespräch möglich ist.

Für Seelsorgegespräche – auch ausserhalb der Beichtzeiten – wenden Sie sich vorgängig an die Kirchenpforte. Eine Voranmeldung wird auch für Beichten in Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch) sehr empfohlen.

Am Wochenende und vor hohen Feiertagen müssen aufgrund grösserer Nachfrage unter Umständen längere Wartezeiten in Kauf genommen werden. Daher empfehlen wir, – wenn möglich – die Beichtzeiten unter der Woche zu berücksichtigen.

Beichtzeiten

Sonn- und Feiertage
08.30-09.15 Uhr
10.45-11.00 Uhr
15.00-16.00 Uhr
17.00-18.00 Uhr

Montag bis Samstag
10.00-11.00 Uhr
15.00-16.00 Uhr
17.00-18.00 Uhr

Wann sollte ich zur Beichte gehen?

Die Kirche sieht vor, dass jede/r Gläubige einmal im Jahr – idealerweise in der Fasten- und Osterzeit – das Sakrament der Versöhnung empfängt. Das ist eine Minimalanforderung. Meistens sagt uns das Gewissen, wann es wieder an der Zeit ist, sich von Gott das Wort der Vergebung zusprechen zu lassen. Mit einem versöhnten Herzen lebt es sich leichter.

Was ist das Beichtgeheimnis?

Das Beichtgeheimnis ist absolut und darf vom Priester unter keinen Umständen gebrochen werden. Dadurch soll gewährleistet werden, dass in der Beichte wirklich alles gesagt werden kann, ohne dass man befürchten muss, dass etwas nach aussen gelangt. Dies garantieren wir Priester im Kloster Einsiedeln aber auch jeder andere Seelsorger, an welchen Sie sich vertrauensvoll wenden können.

Beichten - wie funktioniert das überhaupt?

Wie jede andere Feier eines Sakraments kennt auch die Beichte eine bestimmte Abfolge. Nach der Begrüssung und dem Segensgebet des Priesters folgt das Bekenntnis der persönlichen Schuld, worauf der Priester einen (hoffentlich) hilfreichen Zuspruch gibt und der Person hilft, eine konkrete Situation aus der Perspektive des Glaubens zu betrachten. Er kann eine angemessene Form der Genugtuung vorschlagen, ehe die formelle Lossprechung den Höhepunkt der kurzen Feier bildet. Nach der Entlassung durch den Priester verlässt man den Beichtstuhl – garantiert erleichtert.

In der Beichtkirche liegen Flyer mit Erklärungen und Anregungen zur Gewissenserforschung auf. Diese können gratis mitgenommen werden.

Beichtanleitung und Gewissenserforschung

Für viele aber ist der Schritt in den Beichtstuhl schwierig. Sie sind unsicher und wissen nicht, was sie dort erwartet. Andere fragen sich, was sie denn überhaupt beichten sollen. Das Wallfahrtsbüro hat deshalb anlässlich des «Jubiläums der Barmherzigkeit» vier Flyer zur Beichte verfasst, die auf diese Fragen Antworten geben wollen.

Der Flyer «Wie beichten?» erklärt in einfachen Worten, was das Sakrament der Versöhnung ist und wie eine Beichte abläuft. Drei weitere Flyer bieten Anregungen zur Gewissenserforschung anhand der Zehn Gebote, der Seligpreisungen und des Vaterunsers. Auch «routinierte» Beichtende können von diesen Anregungen profitieren.