Novene zu Unserer Lieben Frau von Einsiedeln

2. Tag der Novene (8. Juli) Maria – Schwarz und schön «Schwarz bin ich, doch schön, ihr Töchter Jerusalems. Darum liebt mich der König und führt mich in sein Gemach.» 2. Antiphon der 1. Vesper, Hld 1,4-5 Die schwarze Farbe im Antlitz von Mutter und Kind ist das Charakteristikum des Gnadenbildes Unserer Lieben Frau von Einsiedeln. Die Statue ist aus Lindenholz geschnitzt und stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Sie zählt zu den bekanntesten und gewiss auch schönsten Schwarzen Madonnen Europas. Die schwarze Farbe kennzeichnet die Rolle der Statue als «Gnadenbild», das nicht zuerst Kunstwerk ist, sondern über sich hinausweisen will in eine geistige Wirklichkeit. Sie verweist auf Christus, die «Sonne der Gerechtigkeit» (Mal 3,20), die Maria geprägt (Hld 1,6: «verbrannt») hat. Mit den Worten von Silja Walter: Die Morgenröte säumt den Rand, die Weiten werden helle. Die Wolke, die im Aufgang steht, fängt an zu brennen. Wir feiern dich, dir zugewandt, Maria, neuer Morgen. Du trägst den Tag, der uns erhebt aus unsern Nächten. Gottesmutter Maria, oft ist es dunkel in meinem Herzen. Doch du bist die Morgenröte der neuen Schöpfung, die hinweist auf Christus, die Sonne der Gerechtigkeit. Er ist der helle Tag, der auch mich aus dem Dunkel der Nacht erhebt. Hilf mir, mich dem Feuer seiner Liebe auszusetzen, um mich von ihm prägen und verwandeln zu lassen. So möge Gott auch in mir das Bild seines Sohnes erkennen. Amen. Maria, schwarz und schön – bitte für uns! Unsere Liebe Frau von Einsiedeln – bitte für uns! Salve Regina

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