Novene zu Unserer Lieben Frau von Einsiedeln

1. Tag der Novene (7. Juli) Maria – Aufgestiegen aus der Einöde «Wer ist sie, die aus der Einöde heraufsteigt, in Säulen von Rauch, umwölkt von Myrrhe undWeihrauch?» 1. Antiphon der 1. Vesper, Hld 3,6 Am Ursprung Einsiedelns steht die Einöde. Als der heilige Meinrad sich im Jahr 835 nach dem Vorbild der frühchristlichen Wüstenväter in die Einsamkeit zurückziehen wollte, stand ihm keine Wüste zur Verfügung, doch die Stille und Unwirtlichkeit des «Finsteren Waldes» bot sich ihm als Alternative an. Noch lange trug Einsiedeln die lateinische Bezeichnung «heremus», was Wüste oder Einöde bedeutet. Doch dabei ist es nicht geblieben! Nach dem gewaltsamen Tod des heiligen Meinrad am 21. Januar 861 kamen andere Einsiedler an den Ort seiner Zelle und im Jahr 934 entstand das Benediktinerkloster Einsiedeln, das sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte zu einem bedeutenden Marienheiligtum entwickelte. Silja Walter beschreibt diesen Wandel mit folgenden Worten: Einstmals finsterer Wald, Tiere und tödliche Wildnis. Heute erblüht hier aus dir, Lebensbaum, Jungfrau Maria, neue, heilige Welt. Gottesmutter Maria, manchmal erfahre ich meinen Alltag als «Einöde» und mein Leben gleicht einer Durststrecke. Komm du in mein Leben und in meinen Alltag! Lass durch deine mütterliche Gegenwart daraus eine neue, heilige Welt erblühen, die von Gottes Liebe ganz durchdrungen ist. Amen. Maria, aufgestiegen aus der Einöde – bitte für uns! Unsere Liebe Frau von Einsiedeln – bitte für uns! Salve Regina

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