Novene zu Unserer Lieben Frau von Einsiedeln

Einleitung Die Gebetsform der Novene Die erste Novene haben Maria und die Apostel gebetet, als sie nach der Himmelfahrt Jesu neun Tage lang gemeinsam im Gebet verharrten, um den verheissenen Heiligen Geist zu erwarten (vgl. Apg 1,1314). Die «Pfingstnovene» ist deshalb die Urform aller Novenen, die im Laufe der Zeit entstanden sind und oft zur Vorbereitung auf ein wichtiges Fest oder einen besonderen Anlass dienen. Sie eignen sich aber auch, um ein persönliches Anliegen im vertrauensvollen Gebet vor Gott zu tragen. Dabei geht es jedoch nicht darum, durch besonders intensives Beten Gott die Erfüllung einer Bitte abzuringen, sondern sich auf seine barmherzige Liebe und seine gütige Vorsehung einzustimmen, weil «denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht» (Röm 8,28). Unsere Liebe Frau von Einsiedeln Zwar gibt es nur eine Jungfrau Maria, aber sie wird auf der ganzen Welt in unzähligen (Gnaden-) Bildern verehrt. Die bedeutendsten Wallfahrtsorte feiern seit alter Zeit den Festtag «ihrer» Muttergottes zusätzlich zu den üblichen Marienfesten. Seit dem 17. Jahrhundert wird am 16. Juli Maria als «Unsere Liebe Frau von Einsiedeln» geehrt. Die altehrwürdige Bezeichnung «Unsere Liebe Frau» verbindet den mittelalterlichen Hoheitstitel «Frau» (im Sinne von Herrin) mit dem Nähe, Zuneigung und Vertrautheit ausdrückenden Adjektiv «lieb». Die Bezeichnung «Unsere Liebe Frau von Einsiedeln» drückt aus, dass sich die Verehrung der Gottesmutter Maria immer auch geografisch manifestiert: Einsiedeln ist das Marienheiligtum im Herzen der Schweiz. Die Schwarze Madonna ist eine im Laufe der Zeit immer dunkler gewordene Statue aus Lindenholz, die 1466 in die Heilige Kapelle gekommen ist.

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