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Gotteswort

8. Januar 2018


Montag der 1. Woche im Jahreskreis

An diesem ersten Tag der Wochen „im Jahreskreis“ handeln beide Texte von einem Anfang, den weder die Unfruchtbarkeit einer Frau (1. Lesung) noch die Ermordung des Täufers Johannes verhindern können (Evangelium). Die Samuelgeschichte beginnt in einer leidvollen Atmosphäre, doch bleibt der Gottesglaube lebendig. Im Evangelium schaffen Verkündigung und Ruf Jesu den Aufbruch.

Hl. Severin (g)

Mönch in Norikum (RK)

Severin, Staatsmann und Mönch, betreute zur Zeit der Völkerwanderung die schwer leidende romanische Bevölkerung am südlichen Donauufer im heutigen Österreich. Er zeichnete sich durch Mildtätigkeit und persönliche Askese aus. + 482. – Als diese Bevölkerung 488 auf Befehl der Goten das Land verlassen musste, nahmen sie die sterblichen Überreste Severins mit nach Italien, wo sie heute zu Frattamaggiore, in der Nähe von Neapel, ruhen. Eugippius, der die Lebensbeschreibung Severins verfasste, sammelte Texte von Mönchsschriftstellern, die später für die Regel Benedikts ausgewertet wurden.

Kyrie

Christus, du verkündest die Frohbotschaft. Herr, erbarme dich.
Du führst in das Reich Gottes. Christus, erbarme dich.
Du berufst Menschen in deine Nachfolge. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, wir haben uns im Namen deines Sohnes versammelt und rufen zu dir: Erhöre die Bitten deines Volkes, mach uns hellhörig für unseren Auftrag in dieser Zeit und gib uns die Kraft, ihn zu erfüllen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Sam 1,1–8

Die Kinderlosigkeit Hannas

Einst lebte ein Mann aus Ramatajim, ein Zufiter vom Gebirge Efraim. Er hiess Elkana und war ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Efraimiter. Er hatte zwei Frauen. Die eine hiess Hanna, die andere Peninna. Peninna hatte Kinder, Hanna aber hatte keine Kinder.

Dieser Mann zog Jahr für Jahr von seiner Stadt nach Schilo hinauf, um den Herrn der Heere anzubeten und ihm zu opfern. Dort waren Hofni und Pinhas, die beiden Söhne Elis, Priester des Herrn.

An dem Tag, an dem Elkana das Opfer darbrachte, gab er seiner Frau Peninna und all ihren Söhnen und Töchtern ihre Anteile. Hanna aber gab er einen doppelten Anteil; denn er hatte Hanna lieb, obwohl der Herr ihren Schoss verschlossen hatte. Ihre Rivalin aber kränkte und demütigte sie sehr, weil der Herr ihren Schoss verschlossen hatte.

So machte es Elkana Jahr für Jahr. Sooft sie zum Haus des Herrn hinaufzogen, kränkte Peninna sie; und Hanna weinte und ass nichts. Ihr Mann Elkana fragte sie: Hanna, warum weinst du, warum isst du nichts, warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht viel mehr wert als zehn Söhne?

Ein Frauenschicksal

Die Kindheit des Samuel wird gleichsam als „Ouvertüre“zum Leben eines grossen Richters und Propheten Israels erzählt. In ihr klingen Motive des ganzen Samuelbuches an. Eine solche Erzählung muss nicht als historisch getreuer Bericht verstanden werden. Es stand damals schlecht um das Volk, und Hanna, die künftige Mutter Samuels, erlebte das Schicksal der Kinderlosigkeit, das im 11. Jahrhundert vor Christus als bittere Schmach erlebt wurde. Hanna wurde verachtet, aber sie macht sich auf den Weg zum Herrn. In ihrem Leben kommt es zu einer Wende, wie denn auch Samuel in Israel eine Wende bringen wird. (vgl. Stuttgarter AT)

Antwortspalm

Psalm 116,12–15.18–20


R: Ein Opfer des Dankes will ich dir bringen.


Wie kann ich dem Herrn all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.
Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk,
in den Vorhöfen am Haus des Herrn,
in deiner Mitte, Jerusalem.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Rede, Herr, dein Diener hört. Du hast Worte des ewigen Lebens. Halleluja.

Evangelium

Mk 1,14–20

Jesu erstes Auftreten in Galiläa – Die Berufung der ersten Jünger

Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich liessen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie und sie liessen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

Das Programm Jesu

Bei seiner Taufe als Sohn Gottes erklärt und damit zum König eingesetzt (vgl. Ps 2,7) handelt Jesus jetzt in souveräner Hoheit über Schöpfung und Menschenwelt. Bei seinem ersten öffentlichen Auftreten verkündet er sein Programm. Es ist die Frohbotschaft von einer Wende. Mit seinem Auftreten beginnt eine neue Zeit, ja die Fülle der Zeit. Darum gilt es, einen neuen Weg einzuschlagen („Bekehrt euch!“) und ihm zu glauben. Während die Rabbiner in einem Lehrhaus Schüler versammelten, die um Aufnahme gebeten hatten, erwählt Jesus mit einem Blick seine Jünger und ruft sie vollmächtig in seine Nachfolge und auf seinen Wegen zu den Menschen. Sein Ruf findet unverzüglichen Gehorsam.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast die Frohbotschaft von der neuen Welt Gottes verkündet:

  • Wecke und erneuere in der Kirche den Glauben an dein Evangelium.
  • Erneuere Liebe und Treue zwischen Eheleuten.
  • Steh Männern und Frauen bei, die unter Vorurteilen leiden müssen.
  • Schenke auch in unserer Zeit die Gnade der Berufung zum Priester- und Ordensstand.

Barmherziger Gott, du schaust nicht auf die Stolzen, sondern auf die Schwachen. Gib uns ein schlichtes und offenes Herz und lass uns deine Gnade empfangen. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, durch dein Wort und dein Sakrament haben wir neue Kraft empfangen. Gib, dass wir im Leben dir und den Menschen dienen und dein Gefallen finden. Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn.

 
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