Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

3. Januar 2018


3. Januar

In beiden Lesungen wird von der Sünde gesprochen. Sie trennt von Gott, stört also eine Harmonie. Die Wunde wird bewusst oder unbewusst als schmerzlich empfunden. Beide Texte sprechen aber auch von der Heilung, die in eine über Erwarten intime Nähe zu Gott führt.

Heiligster Name Jesu (g)

Kyrie

Christus, du bist das Lamm Gottes. Herr, erbarme dich.
Du nimmst die Sünde der Welt hinweg. Christus, erbarme dich.
Durch dich werden wir Kinder Gottes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, dein Sohn ist durch die Geburt aus der Jungfrau uns in allem gleich geworden, ausser der Sünde. Gib, dass wir in unserem Denken und Tun den alten Menschen ablegen und als neue Menschen ein neues Leben beginnen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Joh 2,29–3,6

Das Geschenk der Gotteskindschaft

Wenn ihr wisst, dass Gott gerecht ist, erkennt auch, dass jeder, der die Gerechtigkeit tut, von Gott stammt. Seht, wie gross die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heissen Kinder Gottes und wir sind es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie Er heilig ist. Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig; denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit. Ihr wisst, dass er erschienen ist, um die Sünde wegzunehmen, und er selbst ist ohne Sünde. Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht. Jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen und ihn nicht erkannt.

Würde und Verpflichtung

Zur Zeit der Abfassung dieses Briefes (um 100 n. Chr.) wurden verschiedenste religiöse Praktiken und Geheimlehren empfohlen, um zu einer mystischen Einheit mit Gott zu gelangen. Der Verfasser warnt vor dem Versuch, sich Gott mit solchen Praktiken dienstbar machen zu wollen oder sich so absichern zu wollen, dass sich dann „Eingeweihte“ jedes sündhafte Treiben erlauben dürften. Gottes Gnade ist grösser als menschliches Tun: Wir sind wirklich Kinder Gottes, auch wenn dies nur im Glauben erfahrbar, noch nicht voll offenbar ist. – Sünde dagegen ist ein Bruch der Harmonie zwischen Gott und Mensch. Dies sucht der biblische Bericht über den Sündenfall zu zeigen.

Antwortspalm

Psalm 98,1.3c–6


R: Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.


Singt dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!

Spielt dem Herrn auf der Harfe,
auf der Harfe zu lautem Gesang!
Zum Schall der Trompeten und Hörner
jauchzt vor dem Herrn, dem König!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Allen die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden. Halleluja.

Evangelium

Joh 1.29–34

Das Zeugnis des Täufers für Jesus

Am Tag darauf sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekannt zu machen.

Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

Der Glaubensweg des Johannes

Johannes, der vorher Jesus nicht kannte, erkennt in ihm zuerst den Messias als leidenden Gottesknecht, der die Sünde hinwegnimmt, oder als das „Lamm Gottes“. Bei der Taufe am Jordan erkennt er ihn als den „Erwählten“, den „geliebten Sohn“. – In diesem Abschnitt kommen vier Begriffe für das „Sehen“ vor. Wir sind gefragt, wen wir in Jesus zu schauen vermögen und wen wir in unsern Nächsten sehen.

Fürbitten

Christus, Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:

  • Mehre die Zahl der Männer und Frauen, die im Glauben die Gemeinschaft mit Gott finden.
  • Gib den Regierenden und allen Verantwortlichen den Sinn für Gerechtigkeit.
  • Verzeihe uns und allen Sündern jede Schuld und jedes Versagen.
  • Lass alle, die hier Gottesdienst feiern, froh werden über die Gnade der Gotteskindschaft.

Allmächtiger Gott du hast uns den Geist deines Sohnes geschenkt und uns so zu deinen Kindern gemacht. Lass uns deinem Sohn immer ähnlicher werden. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du bist es, der uns in diesem heiligen Sakrament begegnet. Lass die Kraft dieser Speise in uns wirksam werden und mache uns durch dieses grosse Geschenk bereit, stets neu deine Gaben zu empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.