Gedanken zum Zweiten Sonntag nach Weihnachten

02.01.2021

«Im Anfang war Jesus und Jesus war bei Gott und Jesus war Gott. Dieser war im Anfang bei Gott. Alles ist durch Jesus geworden und ohne ihn wurde nichts, was geworden ist.» Wer den Beginn des Johannesevangeliums so liest, erfasst dessen Bedeutung viel schneller.

Jesus ist das Wort Gottes an uns. Ja, mit Jesus kommt Gott ganz zu uns. Aber damit nicht genug. Der umgekehrte Weg ist genauso gültig, ja sogar von Gott intendiert. Jesus ist unser Wort an Gott. In ihm sprechen wir uns Gott gegenüber ganz aus, geben uns ganz hin. Durch Jesus Christus erhält unser Gebet, unser Tun und Lassen, vor Gott Gewicht.

Diese Gewichtigkeit unseres Tun und Lassens, unseres Redens und Schweigens mag uns (heilsam) erschrecken. Dadurch ist nichts mehr banal, gleichgültig und egal. Unser Leben ist auf eine Ebene gehoben, die göttlichem Adel entspricht. Wir sind „aus Gott geboren“, sagt Johannes (Joh 1,13).

Und wenn das keine Weihnachtsbotschaft ist!?!

Gemäss diesem Adel dürfen wir dem Rat Jesajas (Jes 38,8) folgen: «Der Edle plant Edles und tritt für das Edle ein».

P. Cyrill