Gedanken zum Fest der Heiligen Familie

26.12.2020

Das Idealbild der Heiligen Familie, Maria, Josef und Jesus, überfordert letztlich jede Familie. Dies Fest will uns aber nicht überfordern, sondern das Zentrum jedes Zusammenlebens vor Augen führen. Ist es nicht Jesus, der uns zu einer Gemeinschaft zusammenführt? Er ist der Friede unter uns und mit ihm in unserer Mitte hat unser gemeinsames Leben eine Licht und eine Richtung.

Die Kernsätze des heutigen Evangeliums (Lk 2,22-40) singt die Kirche jeden Abend im Nachtgebet: „Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das alle erleuchtet.“  Es ist ein Lied auf Jesus, der als Licht mein Leben und jenes meiner Familie, meiner Lebensgemeinschaft, erhellt. Jeden Abend dürfen wir dankbar auf die Lichtblicke des Tages zurückschauen und darin Christi Gegenwart entdecken.

Im Prinzip ist das Leben der Heiligen Familie ganz einfach: In allem hatte sie Jesus in ihrer Mitte. Das darf auch unser Lebensprinzip sein:  Christus zur Lebensmitte haben. Freude und Leid, Sorge und Krankheit, Arbeit und Erziehung, die eheliche Feierstunden und der Kleinkram des Familien­all­tags, einfach alles von Christus her betrachten. So werden wir in der Haltung wachsen: „Ich übergebe alles dir, Herr. Sorge du!“

P. Cyrill