Coronavirus auch im Kloster

12.11.2020

Ein Mitbruder unserer Gemeinschaft hat sich mit dem Virus angesteckt und ist in Isolation. Das Gottesdienst- und Seelsorgeangebot wird weiterhin aufrechterhalten.

Dass Klöster keine Inseln der Glückseligen sind und eine heile Welt darstellen, wurde in den vergangenen Tagen klar, als in den Medien über Infektionen mit dem Coronavirus in mehreren Ordensgemeinschaften berichtet wurde: Kapuziner in Schwyz, Dominikanerinnen in Cazis, Barmherzige Schwestern in Ingenbohl usw.

Bis vor Kurzem durften wir bei entsprechenden Anfragen dankbar mitteilen, dass das Coronavirus bisher noch nicht den Weg in unsere Gemeinschaft gefunden hat. Bei unseren vielen Kontakten zu Menschen ausserhalb unserer Gemeinschaft bei der Feier von Gottesdiensten, in der Seelsorge, im Unterricht, bei Führungen und in der Zusammenarbeit mit unseren Angestellten grenzte dies beinahe an ein kleines Wunder.

Bei allem Gottvertrauen waren wir uns aber auch immer bewusst, dass dies wohl nicht immer so bleiben würde. Darum haben wir unser klosterinternes Schutzkonzept laufend angepasst und verfeinert.

Aus diesem Grund konnten wir bei der gestrigen Bekanntgabe eines positiven Testresultats eines Mitbruders ganz entspannt bleiben. Es ist nämlich nicht sehr wahrscheinlich, dass sich das Virus auf weitere Mitglieder unserer Klostergemeinschaft übertragen hat, da wir die Hygienevorschriften und das Distanzhalten befolgen. Doch eine Garantie dafür gibt es nicht.

Wenn ein Mitbruder COVID-19-Sympthome zeigt, geht er in Isolation und jene Mitbrüder, die mit ihm in engerem Kontakt waren, begeben sich in Quarantäne. Dank unserer Pflegestation sind wir im Kloster bestens betreut. Unser ausgeklügeltes Schutzkonzept macht es möglich, dass im Falle einer Infektion nicht die ganze Gemeinschaft in Quarantäne muss. So können wir weiterhin für die Menschen da sein und das Chorgebet in der Klosterkirche feiern.

Da wir die Möglichkeit zur Mitfeier von Gottesdiensten und unsere seelsorgerlichen Angebote auch weiterhin aufrechterhalten möchten, werden wir hier jedoch äusserste Vorsicht walten lassen. Da wir seit dem 26. Oktober ohnehin nur mit maximal 30 Personen Gottesdienst feiern dürfen, raten wir Menschen aus den Risikogruppen von einem Gottesdienstbesuch in unserer Klosterkirche ab. Wer trotzdem mitfeiern möchte, kann dies ohne erhöhte Sicherheitsbedenken tun.

Sollte sich die Situation in unserer Gemeinschaft verändern, werden wir Sie natürlich wieder informieren. Wir danken Ihnen für Ihr Gebet für unseren Mitbruder und alle Zeichen der Unterstützung und Verbundenheit.