Sonntagsgedanke – 30. August 2020

30.08.2020

Jesus zu Petrus: «Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen» (Mt 16,23).

Was wollen denn die Menschen? Was will ich? Wir wünschen Frieden, Freude und vielleicht Eierkuchen. Wir möchten es bequem haben. Wir möchten uns gemütlich einrichten, uns etablieren…

Das ist nichts Schlechtes und doch offensichtlich nicht das, was Gott im Sinn hat. Jesus sagte einmal: «Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!» (Lk 12,49)

Und das Feuer brennt – gegen den eigenen Willen. Das ist jedenfalls die Erfahrung des Propheten Jeremia: «Sagte ich aber, ich will nicht mehr an Gott denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!, so brannte in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es auszuhalten, vermochte es aber nicht» (Jer 20,9).

Es liegt in unserer Entscheidung, uns von diesem Feuer «packen und überwältigen» zu lassen (vgl. Jer 20,7).
Es wird weh tun und uns wandeln. Es wird uns von der Oberflächlichkeit des Lebens in die Tiefe der Liebe Gottes führen.

Wer davon geschmeckt hat, möchte nicht mehr davon lassen!

P. Cyrill