Im Kloster Einsiedeln keimt Hoffnung

24.04.2020

Leider sind vorerst noch keine öffentlichen Gottesdienste möglich, doch die Klostergärtnerei macht bereits am Montag den Anfang auf dem Weg zurück zur Normalität – Grün als Farbe der Hoffnung!

Am 16. April hat der Bundesrat seine Corona-Ausstiegsstrategie bekannt gegeben. Für den Wallfahrtsort Einsiedeln heisst dies: Öffentliche Gottesdienste fallen weiterhin aus – wohl mindestens bis zum 8. Juni. Doch einzelne Klosterbetriebe sind schon bald wieder für Sie da.

Das Veranstaltungsverbot, das auch die Kernaufgabe der Einsiedler Klostergemeinschaft betrifft, die Feier von Gottesdiensten mit und für die Menschen, gilt weiterhin. Doch gibt es einen Lichtblick für all jene, die sich auf die Wiederaufnahme der Gottesdienste in unserer Klosterkirche und bei der Gnadenkapelle freuen: Der Bundesrat hat Lockerungen zum 8. Juni in Aussicht gestellt, sagte kürzlich ein Sprecher von Bundesrat Alain Berset.

Die Dankbarkeit überwiegt

Unsere Klostergemeinschaft bedauert es, dass wir die Gebetszeiten und die Eucharistie weiterhin hinter verschlossenen Kirchentüren feiern müssen. Auch der Ausfall der grossen Wallfahrten im Marienmonat Mai ist schmerzlich. Wir Mönche sind traurig, dass wir noch eine ganze Weile keine Menschen empfangen und auf ihrem spirituellen Weg begleiten dürfen. Auch finanziell bedeutet das Ausbleiben der Pilgerströme eine grosse finanzielle Belastung für unser Kloster.
Wir sind aber dankbar, dass die Klosterkirche auch weiterhin zu speziellen Öffnungszeiten für das private Gebet der Gläubigen geöffnet ist und dass wir über den Livestream die Mitfeier unserer Gottesdienste einer grossen Anzahl Menschen ermöglichen können.

Vorbereitungen für die Zeit danach

Gemäss den Weisungen der Schweizer Bischofskonferenz und der Bundesbehörden planen auch wir im Kloster Einsiedeln für eine Zeit nach der Aufhebung des Veranstaltungsverbots. Eine Wiederaufnahme der öffentlichen Gottesdienste und des Seelsorgeangebots (insbesondere der Beichtgelegenheit) ist uns ein grosses Anliegen. Wir werden Sie über unsere Webseite und unsere Social Media-Kanäle diesbezüglich auf dem Laufenden halten.
Wir hoffen, dass wir zur äusseren Feier des Hochfestes Unserer Lieben Frau von Einsiedeln am 19. Juli und zur Einsiedler Engelweihe am 13./14. September mit vielen Gläubigen aus nah und fern werden feiern können.

Gärtnerei und Klosterladen bald wieder für Sie da

Am Montag, 27. April öffnet die Klostergärtnerei wieder ihre Tore und die aktuell immer noch mögliche Selbstbedienung wird durch eine kompetente Beratung ergänzt. Für die Einhaltung aller Hygiene- und Distanzregeln bleiben die Kapazitäten der Klostergärtnerei leider eingeschränkt.
Unser motiviertes Team bittet Sie um Verständnis, dass Sie in der ersten Phase eine etwas andere Gärtnerei vorfinden, als Sie es gewohnt sind. Denn es gelten folgende Sicherheitsvorkehrungen:

  • Kommen Sie bitte allein.
  • Halten sie sich an die Regeln des BAG.
  • Die Beratung bleibt auf ein absolutes Minimum beschränkt.
  • Die Selbstbedienung wird weiter ausgebaut und das grosse Angebot bleibt erhalten.
  • In der Gärtnerei wird es eine Kasse geben mit der Möglichkeit Bargeldlos zu bezahlen, der Zugang ins Gewächshaus wird nicht möglich sein.
  • Bitte beachten Sie ebenfalls, dass die Warenverfügbarkeit dieses Jahr eingeschränkt sein wird.

Roland Schättin und das Team unserer Klostergärtnerei danken für Ihr Verständnis und wünschen ihnen ganz gute Gesundheit!

Falls die Ausstiegsstrategie des Bundesrates wie geplant durchgeführt werden kann, ist auch ein weiterer Klosterbetrieb schon bald wieder für Sie da. Ab dem 11. Mai ist unser Klosterladen mit dem grossen Angebot von religiöser Literatur, Devotionalien und Klosterprodukten wieder offen. Eine separate Medienmitteilung wird folgen.

Danke für Ihr Verständnis

Unsere Klostergemeinschaft freut sich, dass wir die einzelnen Betriebe Schritt für Schritt wieder öffnen dürfen. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass die aktuelle Situation zur weiteren Eindämmung des Coronavirus und der Aufschub von öffentlichen Gottesdiensten und Wallfahrten für viele Menschen schmerzlich ist. Im Gebet empfehlen wir Sie alle dem Segen Gottes und der Fürbitte der Gottesmutter Maria.

Foto: Roland Schättin (r.) und Rene Gassmann (l.) freuen sich, schon bald wieder Menschen mit einem grünen Daumen persönlich bedienen zu dürfen.