Schaffhausen in Einsiedeln

10.03.2020

Lorenz Laich, der diesjährige Kantonsratspräsident von Schaffhausen, war am Freitag, 6. März bei uns zu Gast. Er brachte eine mit dem Schaffhauser Kantonswappen verzierte Kerze mit, um sie bei der Gnadenkapelle in unmittelbarer Nähe zur Schwarzen Madonna aufstellen zu lassen. Dort soll sie während seiner Amtszeit als «höchster Schaffhausener» inmitten der anderen Standes- und Wallfahrtskerzen stehen und an hohen Feiertagen brennen.

Die Tradition der Standeskerzen geht ins Mittelalter zurück. Damals war Einsiedeln das unbestrittene geistliche Zentrum der Eidgenossenschaft und jeder Stand hatte bei der Gottesmutter von Einsiedeln «seine» Kerze.

Mit Schaffhausen war unser Kloster über Jahrhunderte eng verbunden, wurde das dortige Kloster Allerheiligen doch von Einsiedler Mönchen im Jahr 1049 besiedelt und existierte fast fünf Jahrhunderte lang. Noch heute zeugt die riesige romanische Basilika von der Bedeutung des Einsiedler Tochterklosters am Rhein.

Abt Urban freut sich sichtlich, dass dank Lorenz Laich der Kanton Schaffhausen bei der Einsiedler Gnadenkapelle präsent ist und die Beziehung zu Schaffhausen um ein neues Kapitel reicher wurde. Auch die Pilgerinnen und Besucher aus dem nördlichsten Kanton unseres Landes werden sich über die neue Kerze freuen!

Foto: Kantonsratspräsident Lorenz Laich übergibt Abt Urban die Kerze mit dem Schaffhauser Wappen.