Eucharistische Anbetung neu ganzjährig!

16.12.2019

Die Unterkirche des Klosters wird als Ort des Gebetes aufgewertet

Zwar ist Einsiedeln ein Marienwallfahrtsort, doch steht eigentlich die Begegnung mit Jesus Christus im Zentrum. Die Eucharistische Anbetung ist ein Weg dazu.

Zum spirituellen Angebot eines grösseren Wallfahrtsortes gehört traditionsgemäss auch die Eucharistische Anbetung, das Verweilen vor dem in der Hostie gegenwärtigen Herrn. Bis anhin wurde in Einsiedeln nur während der Wallfahrtssaison (von Ostern bis Allerheiligen) sowie im Winterhalbjahr an Sonn- und Feiertagen die Eucharistische Anbetung angeboten.

Initiative „von unten“

Es ist erfreulich, dass in der Unterkirche des Klosters neu das ganze Jahr hindurch nachmittags von 13.15 – 16.00 Uhr das Allerheiligste Sakrament zur stillen Anbetung ausgesetzt werden kann. Dies haben wir engagierten Gläubigen zu verdanken, welche sich mit dieser Bitte an die Wallfahrtsleitung gewandt haben und nun auch in der Winterzeit in der Unterkirche präsent sind.
Es ist etwas Besonderes, wenn ein religiöses Angebot nicht „von oben“ angeboten und im besten Falle von den Gläubigen angenommen wird, sondern wenn es von der Basis aus, quasi „von unten“ als Bedürfnis geäussert wird. Gerne ist die Wallfahrtsleitung diesem Wunsch nachgekommen.

Unterkirche als Ort des Gebets

Die 1984 erbaute Unterkirche eignet sich hervorragend für das persönliche Gebet, zumal in der Klosterkirche mehrmals täglich Gottesdienste stattfinden und Gruppen durch die Kirche geführt werden. Die modern gestaltete Unterkirche ist ganz für das Gebet reserviert – auch ausserhalb der Zeiten der Eucharistischen Anbetung. Deshalb besteht auch keine Möglichkeit zur Besichtigung. Im Gegensatz zur Klosterkirche kann die Unterkirche geheizt werden, was im Winterhalbjahr ein deutliches Plus ist.

Was ist Eucharistische Anbetung?

Eucharistische Anbetung bezeichnet eine Glaubenspraxis, in welcher sich ein gläubiger Mensch bewusst der Gegenwart des Herrn aussetzt. Als katholische Christen glauben wir an die Gegenwart Jesu Christi im Eucharistischen Brot, der beim Letzten Abendmahl gesagt hat: „Das ist mein Leib“. Diese Gegenwart setzt sich auch nach der Eucharistiefeier fort und darum werden die geweihten Hostien auch im Tabernakel aufbewahrt, um den Kranken gebracht oder in einem nachfolgenden Gottesdienst ausgeteilt zu werden.
Bei der Eucharistischen Anbetung wird eine konsekrierte (geweihte) Hostie in die Monstranz eingesetzt, welche von den Gläubigen kniend verehrt werden kann oder in deren Gegenwart man auch einfach still da sein und die Gegenwart dessen „geniessen“ kann, der uns unendlich liebt. Eucharistische Anbetung ist Ausdruck einer Beziehung, die oftmals ohne viele Worte auskommt.
Die stille Zeit der Anbetung beginnt um 13.15 Uhr und schliesst um 16.00 Uhr mit einer kurzen Andacht und dem Eucharistischen Segen. Der Zugang zur Unterkirche befindet sich in der Klosterkirche vorne links.

Bild: Segensandacht um 16.00 Uhr (Foto: Jean-Marie Duvoisin)