Konkrete Schritte wagen…

(pd/Kloster Einsiedeln, 25. Dezember 2012) Das «Jahr des Glaubens» hat Abt Martin Werlen vor zwei Monaten in der Klosterkirche lanciert und mit seiner provokativen Broschüre «Miteinander die Glut unter der Asche entdecken» weit herum bekannt gemacht. Nun wagt der Vorsteher des Benediktinerklosters Einsiedeln mit dem «Donnerstagsgebet», das bis Oktober 2013 wöchentlich um 20 Uhr in der Klosterkirche gefeiert wird, konkrete Schritte, das Feuer weiterzutragen, das der Welt im Weihnachtsgeschehen geschenkt ist.

Am 21. Oktober 2012 wurde das «Jahr des Glaubens» in der Einsiedler Klosterkirche eröffnet. Das dabei von Abt Martin Werlen gehaltene Referat kam am 10. November als Broschüre mit dem Titel "Miteinander die Glut unter der Asche entdecken" heraus. In der Zwischenzeit wurden vier Auflagen, insgesamt11‘000 Exemplaren verkauft. Die fünfte Auflage ist in Auftrag gegeben worden. In Vorbereitung sind eine französische Ausgabe und ein Hörbuch. Grosses Interesse für die Broschüre zeigt sich auch im italienischen und im englischen Sprachraum.

… das Feuer weiterzutragen

In der Mitternachtspredigt an Weihnachten 2012 hat Abt Martin das weihnächtliche Geheimnis mit dem Wort Jesu gedeutet: «Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!» (Lk 12,49). Visuell inszeniert wurde diese Botschaft für die grosse Gottesdienstgemeinde in der Klosterkirche mit der zum ersten Mal eingesetzten neuen LED-Beleuchtung.

Angeregt durch das Schreiben von Papst Benedikt XVI. zum «Jahr des Glaubens» und Abt Martins Schrift «Miteinander die Glut unter der Asche entdecken» sollen konkrete Schritte gewagt werden, das Feuer weiterzutragen, das der Welt im Weihnachtsgeschehen geschenkt ist. Ab sofort wird bis Oktober 2013 jeden Donnerstag von 20 Uhr bis 20.30 Uhr in der Klosterkirche das «Donnerstagsgebet» gefeiert, zu dem alle Getauften und am christlichen Glauben Interessierten eingeladen sind. Dabei soll die Sehnsucht nach Gott ermutigen, miteinander die Glut unter der Asche zu entdecken. Asche im eigenen Leben und in der Gemeinschaft der Kirche soll wahrgenommen und wenn möglich weggewischt werden, so dass die Glut des Glaubens zum Tragen kommen kann. Nach einem Wort des heiligen Thomas Morus (1478-1535) ist Tradition nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme. Der Donnerstag wurde gewählt im Andenken an die Abschiedsrede Jesu im Abendmahlsaal. Dieses Ereignisses wird in der Kirche besonders am Gründonnerstag gedacht. Das erste Donnerstagsgebet in der Klosterkirche Einsiedeln findet am 27. Dezember 2012, statt.


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