Goldene Profess von Pater Lukas Helg

8. September: Fest Maria Geburt

Der 8. September, das Fest Maria Geburt, ist für die Klostergemeinschaft ein spezieller Tag. Ziemlich genau die Hälfte der Mitbrüder hat an diesem Tag die Profess abgelegt, sich also zu einem Leben in der Klostergemeinschaft verpflichtet. So gibt es an diesem Tag jedes Jahr das eine oder andere Jubiläum zu feiern; dieses Jahr ist es P. Lukas, der auf 50 Jahre Kosterleben zurückblicken darf, und mit ihm feiern P. Luzius (70 Jahre), P. Cyrill und Br. Franz-Xaver (20 Jahre) sowie P. Daniel und P. Justinus (10 Jahre).

Es sind fünfzig reichhaltige Jahre, die P. Lukas hinter sich hat und für die wir mit ihm heute danken dürfen. Nach dem Noviziat und der üblichen theologischen Ausbildung durfte sich P. Lukas zusätzlich in verschiedenen musikalischen Bereichen weiterbilden; damit war die Grundlage geschaffen für die vielfältige, segensreichen Tätigkeit im Dienste der Klostergemeinschaft, die hier nur in ein paar Punkten kurz angesprochen werden kann.

Neben dem Musikunterricht an der Stiftsschule konnte P. Lukas seine reichen Talente vor allem im kirchenmusikalischen Bereich einsetzen und entfalten: allein schon der Orgeldienst in den zahlreichen Gottesdiensten von Kloster, Pfarrei und Wallfahrt ist ein grosses Pensum, das viel Zeit in Anspruch nimmt und ständige Präsenz erfordert; dazu kommen die vielen kleineren und grösseren Orgelkonzerte, für die P. Lukas immer wieder angefragt wird.

Wichtig ist auch sein Einsatz als Vorsänger und Sänger in der Choralschola und seit 40 Jahren seine Tätigkeit als Kapellmeister, wo es ihm gelungen ist, den gemischten Chor über schwierige Zeiten zu einer grossen Blüte zu bringen. Da zeigt sich immer wieder, welche Früchte die Freude an der Musik bringen kann!

Grosse Impulse und Anregungen schöpft P. Lukas auch aus der Musikbibliothek, die ihm seit Jahren als Musikbibliothekar anvertraut ist und die er mittlerweile wie kein anderer kennt. Hier darf er eines der wertvollsten Kulturgüter unseres Klosters hüten und pflegen. Sie ist ihm denn auch buchstäblich ans Herz gewachsen.

Dank seiner kulturellen Tätigkeit ist er auch zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Kloster und Dorf geworden, indem er sich einerseits gerne zur Verfügung stellt, wenn irgendwo musikalische Verstärkung nötig ist, andererseits immer wieder Leute zur Mitarbeit in klösterlichen Projekten zu motivieren vermag, denken wir nur an die Orchestermessen, wo sich immer wieder genügend Spielerinnen und Spieler engagieren lassen. Dazu kommen die vielen Konzerte und Anlässe von auswärtigen Veranstaltern, für die P. Lukas über lange Zeit der zuverlässige Ansprechpartner war.

Alle diese Tätigkeiten sind auch für P. Lukas eingebettet in den klösterlichen Alltag, der schliesslich die primäre Verpflichtung ist, für die sich der Mönch in der Profess entscheidet. Die damit verbundenen Aufgaben, seien es Hausdienste oder Dienste in der Seelsorge wie z.B. das Predigtamt, sind auch für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Wenn P. Lukas am Donnerstag im feierlichen Gottesdienst seine Profess erneuert, ist das nicht nur die Bestätigung seiner Bindung an die Klostergemeinschaft, sondern auch die Bekräftigung seiner Bereitschaft, die verschiedenen Aufgaben weiterhin zu erfüllen. Es ist deshalb erfreulich, dass der Stiftschor bereit ist, am Gottesdienst teilzunehmen und damit zu zeigen, dass P. Lukas weiterhin mit ihm rechnen kann.

Wir hoffen, dass auch viele andere, die die Mitarbeit mit P. Lukas in all den Jahren schätzen gelernt haben, ihn in dieser Feierstunde begleiten werden. Der Festgottesdienst beginnt trotz Werktag wie an Sonntagen um 09.30 Uhr.


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