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Die Lesung warnt heute vor Halbheiten und falschen Kompromissen. Wer Gott sucht, wird nicht auf halbem Weg stehen bleiben. Wer sich in seine besondere Nachfolge berufen fühlt, wird diese Berufung nicht auf das Eis legen. Wer mit andern im Frieden leben will, muss vor- und nachgeben können, darf aber den Frieden nicht mit faulen Kompromisse sichern wollen.
Kyrie
Christus, du bist Gottes Ja zu den Menschen. Herr, erbarme dich. Du lehrst uns Ja zu sagen zu dir und deiner Botschaft. Christus, erbarme dich. Du lehrst uns, Nein zu sagen zu allem, was böse ist. Herr, erbarme dich.
Tagesgebet
Herr und Gott, auf die Fürsprache der jungfräulichen Mutter Maria schenke uns die Gesundheit des Leibes und das Heil der Seele. Nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit und führe uns zur ewigen Freude. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Lesung
1 Kön 19,19-21 Die Berufung Elischas Als Elija von dort weggegangen war, traf er Elischa, den Sohn Schafats. Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen und er selbst pflügte mit dem zwölften. Im Vorbeigehen warf Elija seinen Mantel über ihn. Sogleich verliess Elischa die Rinder, eilte Elija nach und bat ihn: Lass mich noch meinem Vater und meiner Mutter den Abschiedskuss geben; dann werde ich dir folgen. Elija antwortete: Geh, aber komm dann zurück! Bedenke, was ich an dir getan habe. Elischa ging von ihm weg, nahm seine zwei Rinder und schlachtete sie. Mit dem Joch der Rinder kochte er das Fleisch und setzte es den Leuten zum Essen vor. Dann stand er auf, folgte Elija und trat in seinen Dienst. Elischa wird Nachfolger des Elija Wie Mose auf Befehl Gottes den Josua zum Nachfolger bestimmte, so bestimmt der Prophet Elija den Elischa zum Nachfolger. Unerwartet und nicht auf eigenen Wunsch wird Elischa durch eine symbolische Handlung zum Propheten bestellt. Er nimmt an. Der Meister gewährt ihm, zwar widerwillig und nur kurzfristig, einen Aufschub. Auch Jesus wird seinen Jüngern sagen, dass sie nicht zurückschauen, sondern ihm ohne Zögern folgen sollen. Doch Jesus schenkt zugleich eine unerwartete Erfüllung, indem er die Jünger zu Freunden macht. (Joh 15,15)
Antwortpsalm
Ps 103 (102), 1-2.3-4.8-9.11-12
R: Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt. Der Herr ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte. Er wird nicht immer zürnen, nicht ewig im Groll verharren. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten. So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang, so weit entfernt er die Schuld von uns.
Ruf vor dem Evangelium
Halleluja. Halleluja. Deinen Vorschriften neige mein Herz zu, Herr, begnade mich mit deiner Weisung. Halleluja.
Evangelium
Lk 2,41-51 Der zwölfjährige Jesus im Tempel Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er sass mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen. Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen. Auf der Reise nach Jerusalem Die Reise des 12jährigen ist als Vorspiel seines Weges in die Passion und die Verherrlichung dargestellt. Jesus handelt und spricht eigenständig (hier erstmals!), doch bereits bestimmt der Wille des Vaters den Weg, den Jesus gehen "muss", Schon jetzt ist in ihm die "Weisheit" des Lehrers am Werk, während seine Angehörigen "nicht verstanden". Maria aber ahnte wie die Prophetien in Erfüllung gehen würden. Jesus, wahrhaft Mensch, braucht Jahre der Reifung. (Stuttgarter NT)
Fürbitten
Herr Jesus Christus, Du bist der treue Zeuge und berufst in deine Nachfolge: - Mache die Boten des Evangeliums zu treuen und wahrhaftigen Zeugen. - Nimm die ängstliche Sorge um die Zukunft von den Schultern deiner Söhne und Töchter. - Festige in den Medienschaffenden den Sinn für die Wahrheit. - Gib, dass wir uns selber nicht mit halben Wahrheiten und falschen Kompromissen zufrieden geben. Christus, du bist unser Herr und Bruder, du hast uns den Beistand verheissen, den Heiligen Geist. Er belebe die ganze Kirche und stärke sie für ihre Sendung. Darum bitten wir dich, der du lebst und herrschest, jetzt und in alle Ewigkeit.
Schlussgebet
Gütiger Gott, beim Gedenken an die selige Jungfrau Maria haben wir das heilige Sakrament empfangen, Hilf uns, nach dem Beispiel ihres Glaubens und ihrer Liebe so zu leben, dass auch wir dem Werk der Erlösung dienen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
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