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2. Mai - Hl. Athanasius - Mittwoch der 4. Osterwoche

Athanasius, Patriarch von Alexandrien, war ein unermüdlicher Verteidiger des Konzils von Nizäa (325), dem er als Diakon beigewohnt hatte. Deswegen wurde er von den Arianern und unter deren Einfluss vom Kaiser befeindet und mehrmals verbannt; insgesamt verbrachte er 17 Jahre im Exil. Er hinterliess pastorale und asketische Schriften, u. a. die Lebensbeschreibung des Mönches Antonius, die für die Entwicklung des Mönchtums wegleitend wurde. + 373.

Jesus hat die Frohbotschaft von einem neuen Leben im Licht Gottes verkündet und vorgelebt. Er stiess auf Widerstand. Die Augen vieler sind gehalten. Der Same des Wortes Gottes erweist sich trotzdem fruchtbar. Ein Beispiel hören wir in der Apostelgeschichte. Sollten wir unsere Augen nicht öffnen und das Positive sehen, das aus der Kraft des Evangeliums in der Welt und in unserem persönlichen Leben wächst? Heute und künftig?

Kyrie

Christus, du verkündest Gott und sein Wort. Herr, erbarme dich.
Du bist das Licht der Welt. Christus, erbarme dich.
Du schenkst uns ewiges Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast dem heiligen Bischof Athanasius den Geist der Kraft und der Stärke verliehen, sodass er die Lehre von der wahren Gottheit deines Sohnes unerschrocken verteidigte. Höre auf die Fürsprache dieses heiligen Bekenners. Hilf uns, an der Botschaft festzuhalten, die er verkündet hat, und gib, dass wir unter seinem Schutz dich tiefer erkennen und inniger lieben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Lesung

Apg 12,24-13,5
Rückkehr von Barnabas und Paulus nach Antiochia und neue Sendung
Das Wort des Herrn aber wuchs und breitete sich aus. Nachdem Barnabas und Saulus in Jerusalem ihre Aufgabe erfüllt hatten, kehrten sie zurück; Johannes mit dem Beinamen Markus nahmen sie mit.

In der Gemeinde von Antiochia gab es Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, Luzius von Zyrene, Manaën, ein Jugendgefährte des Tetrarchen Herodes, und Saulus. Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie mir berufen habe. Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und liessen sie ziehen.

Vom Heiligen Geist ausgesandt, zogen sie nach Seleuzia hinab und segelten von da nach Zypern. Als sie in Salamis angekommen waren, verkündeten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Johannes hatten sie als Helfer bei sich.

Bisher waren äussere Umstände (Verfolgungen; Begegnungen) der Anlass für die Ausbreitung des Glaubens. Die aus Diasporajuden und Heidenchristen bestehende Gemeinde von Antiochia versteht den "Missionsbefehl" Christi früher als die Urgemeinde von Jerusalem. Christen, die bereits als Gemeinden versammelt sind, beschliessen im Gottesdienst, Missionare aus ihren Reihen auszusenden, um Christus und sein Heil zu verkünden.

Antwortpsalm

Psalm 67, 2-3.5.7-8

R: Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle.

Gott sei uns gnädig und segne uns.
Er lasse über uns sein Angesicht leuchten,
damit auf Erden sein Weg erkannt wird
und unter allen Völkern sein Heil.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln.
Denn du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker nach Recht
und regierst die Nationen auf Erden.

Das Land gab seinen Ertrag.
Es segne uns Gott, unser Gott.
Es segne uns Gott.
Alle Welt fürchte und ehre ihn.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens. (Joh 8,12) Halleluja.

Evangelium

Joh 12, 44-50
Glauben oder Unglauben
Jesus aber rief aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.

Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.

Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag. Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich weiss, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

Jesus will Licht in die Welt bringen, indem er sich selber zeigt, indem er das Wort verkündet und damit Wahrheit, Leben, Freude, Heil. Doch man will nicht sehen und nicht hören. Man nimmt die eigene Ehre wichtiger als die Ehre Gottes. So geht man aber am Heilsangebot Gottes vorbei. So richtet sich der Unglaube selber. Für Jesus selber wird diese Ablehnung bald tödliche Folgen haben. Er nimmt dies auf sich.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, vorn Vater gesandt, bringst du uns ewiges Lehen:

- Stärke die Kirche mit deinem Geist, damit sie das Evangelium des Lebens mutig verkündige.
- Hilf den Männern und Frauen der Wissenschaft, sich für eine gute Zukunft einzusetzen.
- Schenke den Müttern Gesundheit an Leib und Seele, damit sie ihre Aufgabe gut erfüllen.
- Lohne unsere Eltern und alle, die uns begleitet haben, für alles, was sie für uns getan.

Ewiger Gott und Vater, wir dürfen die Auferstehung deines Sohnes feiern. Hilf uns den Alltag aus der Kraft des neuen Lebens zu gestalten, den uns Christus gebracht hat, der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. HG II

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, mit dem heiligen Athanasius bekennen wir die wahre Gottheit deines menschgewordenen Sohnes. Schütze uns durch den Empfang dieses Sakramentes und schenke uns Anteil am göttlichen Leben.