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Abtsbenediktion von Abt Urban Federer

Am Vierten Adventssonntag erteilte Bischof Markus Büchel von St. Gallen Abt Urban Federer Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes die Abtsbenediktion. Es war ein wahres Freudenfest für die Klostergemeinschaft und die zahlreichen Gläubigen, die sich zu dieser besonderen Feier in der winterlich-kalten Einsiedler Klosterkirche versammelt hatten. Musikalisch wurde das Pontifikalamt mitgestaltet vom Stiftschor und der Choralschola des Klosters.

Der Gottesdienst begann mit der eindrücklichen Prozession der fast hundert Zelebranten, darunter der päpstliche Nuntius, Erzbischof Diego Causero, und rund zwei Dutzend Bischöfe und Äbte aus den umliegenden Diözesen und Klöstern. Die Prozession zog vorbei an den Kirchenbänken, in denen Vertreter aus Politik und Kultur sowie viele weitere Menschen der Feier beiwohnten, die mit dem neuen Abt und dem Kloster verbunden sind.

Nach der liturgischen Eröffnung durch Bischof Markus Büchel konnte P. Martin Werlen, der Amtsvorgänger von Abt Urban, die Festgemeinde begrüssen. Er wies darauf hin, dass "Kirche cool sei", was von den Gläubigen hier auch gleich sinnenfällig erfahren werden könne. Anschliessend wurde das Ernennungsschreiben von Papst Franziskus vorgelesen, mit dem er Abt Urban zum 59. Vorsteher des Klosters Einsiedeln ernennt und ihm die Hirtensorge für die Territorialabtei anvertraut.

In seiner Predigt wies Bischof Markus auf die wichtige Rolle Einsiedelns für die katholische Kirche in der Schweiz und darüber hinaus hin und ermutigte den neuen Abt, zusammen mit seinen Mitbrüdern durch die gelebte benediktinische Spiritualität der Kirche als Ort des Glaubens und des Gebetes zu dienen.

Nach der Predigt erfolgte die eigentliche Abtsbenediktion. Zuerst bekundete der Erwählte seine Bereitschaft, den Brüdern und Schwestern durch Wort und Beispiel als ihr Hirte zu dienen. Während der Allerheiligenlitanei lag Abt Urban ausgestreckt auf dem Boden, während die versammelte Gottesdienstgemeinde die Heiligen um ihre Fürsprache anrief. Während des anschliessenden Segensgebetes kniete sich Abt Urban auf den Stufen vor dem Chorgitter nieder. Kniend erhielt er ein über tausend Jahre altes Exemplar der Benediktsregel überreicht, welches gemäss Klostertradition dem hl. Meinrad zugeschrieben wird. Weiter wurden ihm die Amtsinsignien Ring, Stab und Mitra überreicht. Indem er sich auf den Abtsthron setzte, ergriff er offiziell von der Territorialabtei Besitz. Im Friedensgruss mit den Bischöfen, Äbten, Mitbrüdern und den Schwestern des mit Einsiedeln verbundenen Klosters Fahr bei Zürich drückte er seine Verbundenheit aus.

Der Eucharistiefeier stand anschliessend nicht mehr Bischof Markus vor, sondern Abt Urban übernahm als Territorialabt selbst die Leitung des Gottesdienstes. In dieser Funktion schritt er während des abschliessenden "Te Deum" segnend durch das Kirchenschiff. Nach dem Schlussgebet dankte Abt Urban mit sympathischen Worten allen Anwesenden für ihr Mitfeiern sowie ihre Verbundenheit und spendete anschliessend zum ersten Mal den Pontifikalsegen. Danach zogen die Prälaten, der Konvent und der Stiftschor gemeinsam zur Gnadenkapelle, um mit dem Einsiedler "Salve Regina" die Gottesmutter zu grüssen und ihrer Fürsprache das Wirken des neuen Abtes anzuvertrauen.