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Gotteswort

9. Januar 2018


Dienstag der 1. Woche im Jahreskreis

Zu beiden Lesungen kann man das Stichwort „Befreiung“ setzen. „Gott erhört“ eine verzweifelte und verachtete Frau und befreit sie aus ihrer Not. Ihr Sohn ist ein Geweihter. Im Evangelium wird Jesus als Heiliger bezeichnet. Er befreit in der Synagoge die Hörer durch sein Wort zu einer neuen Sicht und befreit einen seelisch Kranken von der Macht des Bösen.

Kyrie

Christus, du lehrst mit Vollmacht. Herr, erbarme dich.
Du bist stärker als jeder Ungeist. Christus, erbarme dich.
Du bist der Heilige Gottes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater. Wir sind als deine Gemeinde versammelt und rufen dich an: Öffne unser Ohr, damit wir hören und verstehen, was du uns heute sagen willst. Gib uns ein gläubiges Herz damit unser Beten dir gefällt und unser Leben vor dir bestehen kann. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Sam 1,9–20

Hanna wird erhört

Nachdem man in Schilo gegessen und getrunken hatte, stand Hanna auf und trat vor den Herrn. Der Priester Eli sass an den Türpfosten des Tempels des Herrn auf seinem Stuhl. Hanna war verzweifelt, betete zum Herrn und weinte sehr. Sie machte ein Gelübde und sagte: Herr der Heere, wenn du das Elend deiner Magd wirklich ansiehst, wenn du an mich denkst und deine Magd nicht vergisst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen schenkst, dann will ich ihn für sein ganzes Leben dem Herrn überlassen; kein Schermesser soll an sein Haupt kommen. So betete sie lange vor dem Herrn.

Eli beobachtete ihren Mund; denn Hanna redete nur still vor sich hin, ihre Lippen bewegten sich, doch ihre Stimme war nicht zu hören. Eli hielt sie deshalb für betrunken und sagte zu ihr: Wie lange willst du dich noch wie eine Betrunkene aufführen? Sieh zu, dass du deinen Weinrausch los wirst!

Hanna gab zur Antwort: Nein, Herr! Ich bin eine unglückliche Frau. Ich habe weder Wein getrunken noch Bier; ich habe nur dem Herrn mein Herz ausgeschüttet. Halte deine Magd nicht für eine nichtsnutzige Frau; denn nur aus grossem Kummer und aus Traurigkeit habe ich so lange geredet.

Eli erwiderte und sagte: Geh in Frieden! Der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an ihn gerichtet hast.

Sie sagte: Möge deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Dann ging sie weg; sie ass wieder und hatte kein trauriges Gesicht mehr.

Am nächsten Morgen standen sie früh auf und beteten den Herrn an. Dann machten sie sich auf den Heimweg und kehrten in ihr Haus nach Rama zurück. Elkana erkannte seine Frau Hanna; der Herr dachte an sie, und Hanna wurde schwanger. Als die Zeit abgelaufen war, gebar sie einen Sohn und nannte ihn Samuel, denn (sie sagte): Ich habe ihn vom Herrn erbeten.
 

Die Mutter Samuels

Die kinderlose und deswegen bitter leidende Hanna schüttet ihr Herz beim Tempel von Schilo aus. Der Priester Eli täuscht sich zuerst. Doch die Frau macht vertrauensvoll ein Gelübde. Wie die Frau ihrem Gott vertraut, so auch Eli. Das Gottvertrauen schafft einen Wandel. Wie oft im AT zeigt Gott seine befreiende Stärke, wenn Menschen schwach sind. Der Abschnitt betont, dass selbst und gerade ein natürlicher Vorgang wie die Geburt eines Kindes ein Gottesgeschenk ist.

Antwortspalm

1 Sam 2,3.4–5b.6–8

Canticum der Hanna


R: Mein Herz ist voll Freude über den Herrn, meinen Retter.


Mein Herz ist voll Freude über den Herrn,
grosse Kraft gibt mir der Herr.
Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde;
denn ich freue mich über deine Hilfe.

Der Bogen der Helden wird zerbrochen,
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot,
doch die Hungrigen können feiern für immer.

Der Herr macht tot und lebendig,
er führt zum Totenreich hinab
und führt auch herauf.
Der Herr macht arm und macht reich,
er erniedrigt und er erhöht.

Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt;
er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen,
einen Ehrenplatz weist er ihm zu.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Nehmt das Wort Gottes an, nicht als Menschenwort, sondern - was es in Wahrheit ist - als Gottes Wort. Halleluja.

Evangelium

Mk 1,21–28

Jesus in der Synagoge von Kafarnaum

Jesus und seine Jünger kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.

In ihrer Synagoge sass ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiss, wer du bist: der Heilige Gottes.

Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verliess ihn mit lautem Geschrei.

Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Die Vollmacht Jesu

Jesus lehrt in der Synagoge mit Autorität. Er ist kein Propagandaredner, der Scharen zusammentrommelt, doch in den Seelen der Hörer erwacht das Staunen über ihn und seine Vollmacht. Er übt nicht eine hypnotisierende oder dämonisierende Macht aus. Im Gegenteil! Seit seinem öffentlichen Auftreten erstmals mit dem Bösen konfrontiert, reagiert er souverän befreiend, kraft der Vollmacht, die ihm eigen ist. Er tritt von Anfang an mit der Vollmacht des Siegers auf, die an Ostern voll offenbar wird.

Fürbitten

Christus, unser Lehrer und Heiland, du bist reich ist an Erbarmen:

  • Mache die Diener der Kirche zu Boten deiner grenzenlosen Liebe.
  • Öffne verschlossene Herzen durch die Erfahrung christlicher Güte.
  • Lindere Krankheiten und seelische Not durch die Zuwendung guter Mitmenschen.
  • Erhalte in uns selbst die Bereitschaft, die Stille und das Gebet zu lieben.

Barmherziger Gott, du schenkst das Leben. Schenke auch das Heil an Leib und Seele. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, durch dein Wort und das heilige Sakrament haben wir neue Kraft empfangen. Gib, dass wir im Leben dir und den Menschen dienen und dein Gefallen finden. Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn.