Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

5. Januar 2018


5. Januar

Die Lesungen sprechen heute von unserem Verhältnis zu Gott und Christus, aber auch von unserem Verhalten gegenüber Mitmenschen, auch unbeliebten.

Kyrie

Christus, Du bist der Sohn Gottes. Herr, erbarme dich.
Du bist der Menschensohn. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns die göttliche Liebe. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Getreuer Gott in der Geburt deines Sohnes hast du uns auf wunderbare Weise den Anfang des Heiles geschenkt. Stärke in uns den Glauben, dass Christus dein Volk durch die Mühen dieser Zeit zum Land der Verheissung hinführt. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Joh 3,11–21

Aufruf zur Bruderliebe – Zuversicht der Kinder Gottes

Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben und nicht wie Kain handeln, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder erschlug. Warum hat er ihn erschlagen? Weil seine Taten böse, die Taten seines Bruders aber gerecht waren.

Wundert euch nicht, meine Brüder, wenn die Welt euch hasst. Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt.

Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben. Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschliesst, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben? Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.

Daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und werden unser Herz in seiner Gegenwart beruhigen. Denn wenn das Herz uns auch verurteilt – Gott ist grösser als unser Herz und er weiss alles. Liebe Brüder, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott Zuversicht.

Eine Liebe, die stärker ist als Hass

Liebe und Hass stehen sich gegenüber wie Leben und Tod. Beides begegnet in der Menschheit von Anfang an. Doch die göttliche Liebe, die Jesus uns in seinem Tod gezeigt hat, durchkreuzt die Macht von Hass und Tod. Der Christ darf wissen, dass er Anteil hat am Leben Christi. Niemand kann ihm dieses nehmen. Er darf die Liebe Christi weiter geben.

Antwortspalm

Psalm 100, 2–5


R: Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!


Dient dem Herrn mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott.
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang
in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der Herr ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Aufgeleuchtet ist uns aufs Neue der Tag der Erlösung: Ein grosses Licht ist heute auf Erden erschienen. Kommt, ihr Völker, und betet an den Herrn, unseren Gott! Halleluja

Evangelium

Joh 1,43–51

Die ersten Jünger (Fortsetzung)

Am Tag darauf wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach! Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus.

Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh!

Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!

Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Grösseres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf– und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Augen für die Grösse des Menschensohnes

Natanael kennt sich in der Bibel aus. Er sitzt unter einem Feigenbaum, wie es unter Weisen üblich war. Jesus lädt ihn ein, die Augen weiter zu öffnen. Natanael soll in Jesus den Messias sehen lernen und soll noch Grösseres sehen. Über Jesus steht der Himmel offen. Natanael soll mit den Augen des Glaubens im österlichen Geheimnis der Erniedrigung und Erhöhung des Menschensohnes den Auferstandenen selber schauen. Natanael soll also mehr schauen als der Patriarch Jakob, der zwar Engel auf- und niedersteigen sah, aber nicht Gott selber. – Wir Christen sind gefragt, ob wir nur Vordergründiges sehen, also in Jesus nur einen menschlich annehmbaren Lehrer sehen, oder ob wir offene Augen haben für den auferstanden Menschensohn in Gottes Herrlichkeit. – In diesem Abschnitt findet sich gedrängt das Vokabular von Bewegung und Berufung: aufbrechen, kommen, folgen, finden, sehen. (Frisque)

Fürbitten

Christus, du hast aus Liebe zu uns dein Leben hingegeben:

  • Zeige dich suchenden Menschen als Licht und Leben, als Heiland und Erlöser.
  • Bewahre die Völker vor Vorurteilen über andere Kulturen.
  • Überwinde jeden Hass zwischen Mitarbeitenden am gleichen Arbeitsplatz.
  • Öffne unsere Augen, damit wir dich als Sohn Gottes sehen und deine Liebe weitergeben.

Barmherziger Gott, schenke uns Glauben, Vertrauen und Zuversicht und lass uns einst bei dir finden, was wir jetzt mit Sehnsucht feiern. So bitten wir im Heiligen Geist durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, wir danken dir für das Brot des Lebens, das du uns gereicht hast. Gib uns durch dieses Sakrament Kraft für unseren Weg zu dir und schütze uns in deiner nie versagenden Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.