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Gotteswort

4. Januar 2018


4. Januar

Die Lesungen sind nicht den Kindheitsevangelien entnommen, passen aber gut in die Weihnachtszeit. Sie sprechen nämlich vom Ineinander und Miteinander von Göttlichem und Irdischem. Beides findet sich im Alltag. Es gilt, zu unterscheiden und zu wählen.

Kyrie

Christus, Du bist das Lamm Gottes. Herr, erbarme dich.
Du bist der ersehnte Messias. Christus, erbarme dich.
Du bist der Weg zum Vater. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, zu unserem Heil ist dein Sohn als Licht der Welt erschienen. Lass dieses Licht in unsern Herzen aufstrahlen, damit sich unser Leben von Tag zu Tag erneuert. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Joh 3,7–10

Von Gott oder vom Teufel

Meine Kinder, lasst euch von niemand in die Irre führen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie Er gerecht ist. Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören.

Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm bleibt. Er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt. Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.

Was mit der Gotteskindschaft unvereinbar ist

Vorher sprach der Brief über das grosse Geschenk der Gotteskindschaft. Jetzt macht er klar, dass niemand Lebenskraft gleichzeitig von Gott und vom Teufel erwarten darf. Wer bewusst an der Bosheit dieser „Welt“ teilnimmt, sucht seine Lebenskraft beim Teufel. Es gilt also zu wählen. Dabei dürfen wir nicht übersehen, dass die Scheidelinie zwischen gut und bös mitten durch die Herzen verlaufen kann.

Antwortspalm

Psalm 98,1.7–9


R: Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.


Singt dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Es brause das Meer und alles, was es erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
In die Hände klatschen sollen die Ströme,
die Berge sollen jubeln im Chor.

Jubelt vor dem Herrn, wenn er kommt,
um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht,
die Nationen so, wie es recht ist

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Einst hat Gott zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; heute aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn. Halleluja.

Evangelium

Joh 1,35–42

Die ersten Jünger

Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.

Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heisst übersetzt: Meister , wo wohnst du?

Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.

Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heisst übersetzt: der Gesalbte (Christus).

Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heissen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus).

Wie Gott beruft

Johannes, der Vorläufer, verweist zwei seiner Jünger auf Jesus, „das Lamm Gottes“, den Gottesknecht (vgl. Jes 52,7) Nun ruft sie Jesus mit Autorität, ihm zu folgen. (Der Evangelist Johannes erinnert sich noch nach Jahrzehnten an den Zeitpunkt.) Andreas, der „Erstberufene“, führt jetzt seinen Bruder Simon zu Jesus. Jesus blickt ihm in die Augen; er gibt ihm einen neuen Namen und eine Sendung. In der Berufung der ersten Jünger gehen also menschliche Fügungen (der Freund; der Bruder; die Begegnung) und göttliche Initiative ineinander über. Mehrmals wiederholen sich Ausdrücke für das „Sehen“ und den „Blick“, für „suchen“, „folgen“, „finden“, „wohnen“. Diese bei Johannes häufigen Worte charakterisieren die Jüngerschaft und schliesslich das Ziel, nämlich das Wohnen „im Haus des Vaters“. Dafür ist eine Wahl zu treffen. (Frisque, Schott)

Fürbitten

Christus, Lamm Gottes:

  • Rufe Männer und Frauen in deine besondere Nachfolge als Priester- und Ordensleute.
  • Hilf den Behörden, aller sozialen Ungerechtigkeit zu wehren.
  • Öffne unsere Augen, damit wir dich in den Armen und Geringen erkennen.
  • Führe unsere Verstorbenen in das himmlische Vaterhaus.

Denn du bist der Messias, das Lamm Gottes. Dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, in jeder Not bist du unsere Hilfe. Bleibe bei uns mit deinem Schutz, gib uns, was wir für dieses vergängliche Leben brauchen, und führe uns zur ewigen Vollendung bei dir. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.